Auslandsmesseprogramm

Produktpräsentation auf Messen wird gefördert

Ab dem kommenden Jahr werden kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland mit einem weitreichenden Programm für Präsentationen auf Messen im Ausland unterstützt. Dafür stehen mehr als 45 Millionen Euro im Auslandsmesseprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums bereit, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA.

11. Okt 2021

Mit dem Messe-Neustart nach den Corona-Lockdowns soll deutschen Unternehmen der Zugang zum EU-Binnenmarkt erleichtert werden. Neben Russland und der Ukraine werden nun Teilnahmen im Vereinigten Königreich und auch innerhalb der Europäischen Union unterstützt. Konkret bedeutet das: Der Bund trägt bis zu 70 Prozent der direkten Messekosten, den Rest übernimmt das ausstellende Unternehmen. Koordiniert wird das Programm des Bundes von der AUMA.

Dazu Jörn Holtmeier, AUMA-Geschäftsführer: „2019 hatten sich 5.500 Unternehmen auf mehr als 250 Gemeinschaftsständen präsentiert. 2020 fehlten Messen größtenteils. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen vermissten das Netzwerken für ihr Geschäft. Die naheliegende Folge: Gut 80 Prozent der Firmen gewannen keine neuen Kunden. Messen bleiben für kleine und mittelständische Unternehmen das wichtigste Instrument der direkten Geschäftsbeziehung. Sie sind der Fixstern im Marketing der Exportwirtschaft.“

Asien ist im Fokus des Programms

Die wichtigste Zielregion des Programms werden im kommenden Jahr die Märkte Asiens. Fast 150 Messebeteiligungen deutscher Unternehmen können dort gefördert werden, darunter über 60 in China. Insgesamt sind es rund 340 Messen in 60 Ländern, auf denen deutsche Unternehmen zu günstigen Konditionen Waren und Dienstleistungen ausstellen können. Es ist damit das umfangreichste Programm seit der Erstauflage 1949. Weitere Zielregion des Programms ist Nordamerika. Gemeinschaftsstände werden außerdem auf Messen in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Lateinamerika ermöglicht.

Schreiben Sie den ersten Kommentar