10. Dez 2018

Möbelhandel: Zahlen per Smartphone

Für seinen „Retail Report 2018“ hat das Unternehmen Adyen über 5.000 Konsumenten aus ganz Europa nach ihrer Meinung zum Serviceangebot des Handels über alle Branchen hinweg befragt. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Bezahlvorgang.

Das Verhalten und die Erwartungen der Konsumenten unterliegen derzeit einem starken Wandel- auch in der Möbelbranche. Daher ist es für den stationären Handel immer wichtiger, auch vermeintliche Kleinigkeiten im Verkauf optimal zu gestalten. Zum Beispiel den Bezahlvorgang.

Der Anspruch steigt

Verbraucher kaufen immer mehr Produkte online. Das gilt auch für das Möbelsegment. Der stationäre Handel verliert seine Funktion des Versorgers. Artikel des täglichen Bedarfs können mit wenigen Klicks am PC und inzwischen überwiegend bequem über mobile Geräte gekauft werden. Dennoch Umfragen und Studien der vergangenen Monate beweisen, dass Konsumenten immer noch gern Ladenlokale aufsuchen.

Allerdings haben sich die Erwartungen an den stationären Handel erhöht. Wer den Weg auf sich nimmt, um in einen Laden seiner Wahl zu fahren, erwartet heute ein positives Einkaufserlebnis. Produktwelten und Präsentation der Waren sollen überraschen und begeistern. Komfort und Bequemlichkeit müssen gewährleistet sein. 

Lange Schlangen und umständliche Zahlverfahren kosten Umsatz

Einzelhändler haben in den zwölf Monaten vor Durchführung des "Retail Report 2018" insgesamt Umsatz im Wert von 16,3 Milliarden Euro verloren, weil Kunden ihren Einkauf aufgrund langer Warteschlangen an den Kassen abgebrochen haben. Für knapp vier von zehn Konsumenten ist bereits eine Wartezeit von mehr als 5 Minuten heutzutage unzumutbar. Mit dem Einsatz mobiler Bezahlsysteme oder den Selbstbedienungskassen könnten Händler ihren Service hier entscheidend verbessern. Doch der Handel zögert - nur ca. 30% nutzt moderne Zahlverfahren.  

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Tatsache, dass das Bezahlen häufig der letzte Vorgang beim Besuch eines Ladens ist. Der Ärger an der Kasse ist somit auch der letzte Eindruck, den der Kunde mit nach Hause nimmt und mit dem Händler assoziiert.

Das Bezahlen muss kanalübergreifend gedacht werden

Online wie stationär gilt: Bequemlichkeit und reibungslose Abläufe gehören zu den Schlüsselfaktoren für ein positives Einkaufserlebnis. Wenn der Kunde vor seiner Fahrt in Möbelhaus online die Verfügbarkeit von Produkten überprüfen kann, kommt dies positiv bei Kunden an.  Auch die Möglichkeit, Wunschprodukte online zu reservieren, um sie vor Ort abzuholen und zu bezahlen, oder online gekaufte Waren in der Filiale abholen (Click&Collect), sind bekannte Beispiele für das kanalübergreifende Einkaufen.

Deren Umsetzung erfordert auf der Seite des Händlers aber die Nutzung von Bezahlsystemen, die solche Modelle auch möglich machen. Darauf sollte bei der Auswahl eines Dienstleisters unbedingt geachtet werden.

 

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