27. Okt 2020

Aktueller denn je: Toptrend Home-Office

Bislang war das Home-Office nur für wenige ein Thema. Inzwischen setzt sich die Zusammenarbeit mit anderen aus den eigenen vier Wänden verstärkt durch, nicht zuletzt dank verbesserter technischer Standards. Um Platzprobleme in den Griff zu bekommen, bieten viele Hersteller Produkte an, deren Funktionen gleichermaßen dem Wohnen wie dem Arbeiten dienen. Denn Büroarbeit soll in der Wohnung nicht dominant werden. Zugleich sollen Errungenschaften von Ergonomie und guter Beleuchtung auch am häuslichen Arbeitsplatz gelten.

Kaari von Artek (Design: Ronan und Erwan Bouroullec) 

Die Kollektion Kaari besteht aus Regalen und Tischen, auch ein Regal mit integriertem Schreibtisch gehört dazu. Entworfen wurde sie von den französischen Designern Ronan und Erwan Bouroullec. Die finnische Firma bringt jeweils nur sehr wenige, sorgsam ausgewählte Produkte neu auf den Markt, die für lange Zeit lieferbar bleiben sollen. 

Kaari nutzt zur Lastabstützung ein gebogenes schwarzes Element. Es trägt sowohl Tischplatten unterschiedlicher Form und Größe wie auch Regalböden. Kaari heißt auf Finnisch Bogen. Fürs Home-Office ist die platzsparende Kombination aus Arbeitsplatte im Regal besonders geeignet.

Die Tischbeine gibt es in Eiche natur oder schwarz gebeizt, die Tischoberfläche ist wahlweise in glänzendem HPL-Laminat oder Linoleum erhältlich. Diese Materialien zeigen mit der Zeit Gebrauchsspuren, was von den Designern in der Tradition des Artek-Mitgründers Alvar Aalto bewusst eingesetzt wurde, um dem Tisch Patina zu verleihen.  

Adelaide Schreibtischstuhl von BoConcept (Design: Henrik Pedersen) 

Dank seiner modernen organischen Form und hohem Sitzkomfort eignet sich der Adelaide Stuhl für ein wohnlich gestaltetes Home-Office. Er hat ein drehbares Aluminium-Gestell, es gibt ihn pur oder pulverbeschichtet. Die Formen erinnern an bekannte Klassiker des Mid-Century-Design.

Der Sitz kann teilweise oder vollständig mit Stoff oder Leder bezogen werden und passt sich dadurch unterschiedlichen Wohnstilen an. Als Variante ist Adelaide mit einem ungepolsterten Kunststoffsitz erhältlich, der langlebig ist und sich einfach reinigen lässt. 

Wohnlicher Adelaide Schreibtischstuhl © BoConcept

Flatbox von Müller Möbelwerkstätten  

Mit Hilfe einer Keilleiste kann die Flatbox in beliebiger Höhe an der Wand montiert werden. Der extrem flache Sekretär ist etwas für „Leertischler“, die nach getaner Arbeit keinerlei Spuren hinterlassen möchten. Sie können den Tisch flach an die Wand klappen und den – im Home-Office immer knappen Raum dann wieder für anderes nutzen.

Zwei Technik-Varianten sind erhältlich: Entweder mit eine Unterbauleuchte mit fest eingebauten LED und integrierter Steckdose. Oder mit LED-Leuchte und Soft-Touch-Schalter sowie integrierter Steckdose und zwei USB-Dosen, jeweils im Inneren der Flatbox.

Extrem flacher Wandsekretär: Flatbox © Müller Möbelwerkstätten

Winea Startup von Wini Büromöbel 

Auch im Home-Office soll man nicht pausenlos sitzen. Und wenn doch, dann wenigstens in der richtigen Höhe. Einen motorisch höhenverstellbare Steh-Sitz-Tisch bietet Wini Büromöbel mit Winea Startup. Die Höhe lässt sich stufenlos zwischen 65 bis zu 125 cm variieren. Neben dem einfachen T-Gestell gibt es eine Variante mit separat verstellbaren gegenüberliegenden Tischplatten für kleine Teams.

Darüber hinaus werden praktische Details zur Technikanbindung und Elektrifizierung angeboten: von Kabeldurchlässen über Kabelkanäle, Kabelgliederketten, CPU- und Monitorhaltern bis hin zu unterschiedlichen Netboxen mit Strom- und Netzwerkzugängen. Die Tischplatten gibt es in drei Breiten, zwei Tiefen und unterschiedlichen Oberflächendekoren.

Höhenverstellbarer Tisch Winea Startup © Wini Büromöbel

Works Regalsystem von String Furniture (Design: Anna von Schewen, Björn Dahlström) 

Das flexible String Regalsystem basiert auf dem Entwurf von Designer und Architekt Nisse Strinning aus den 1940er Jahren und wurde mit einigen durchdachten Eingriffen fürs Digitalzeitalter weiterentwickelt. So kann der Arbeitsplatz zuhause mit praktischen Ablageflächen ergänzt werden.

Works System bietet alles, was man sich im Umfeld des Home-Offices wünscht: von Aufbewahrungsschränken über schalldämpfende Stoffüberzüge bis hin zu elektrisch höhenverstellbaren Schreibtischen. Alle Produkte des Programms sind in typisch klarer skandinavischer Designsprache gestaltet. 

Regal System Works von String Furniture © String

Ayno von Midgard (Design: Diez Office) 

Man nehme: Einen Fiberglasstab, eine freistehende Basis aus Metall, ein die Spannung des Bogens haltendes Kabel, Verstellringe durch die das Kabel an der Rute geführt wird und einen leichten LED-Kopf mit verstellbarem Schirm. Fertig ist die Ayno. Ihre Konstruktion verhilft ihr zu einer neuen Art von Beweglichkeit und Präzision.  

Es gibt sie als Schreibtischleuchte und in zwei Größen als Stehleuchte. Sie wird zerlegt geliefert und ist werkzeugfrei montierbar. Und weil ihre Bauteile im Prinzip überall auf dem Globus aus sortenreinen Bestandteilen gefertigt werden können, hat sie das Zeug dazu, ein zugleich internationales wie regionales Produkt zu sein, was ihr die Nominierung zum ersten Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design eingetragen hat. Ayno feierte auf der imm cologne 2020 seine Premiere.

Ayno Leuchte, ein Highlight auf der imm cologne 2020 © Midgard

D1 Bürostuhl von Wagner Living (Design: Stefan Diez) 

Industriedesigner Stefan Diez hat in Zusammenarbeit mit Wagner das patentierte dreidimensionale Dondola-Sitzgelenk weiterentwickelt und in die Drehstuhl-Serie D1 übersetzt. Die Stühle vereinen eine stimmige Erscheinung mit innovativen Materialien sowie dynamischem Sitzen.  

Durch die Konstruktion des netzbespannten Stahlrohrrahmens passt sich die Sitzschale optimal an die Sitzposition an. Zugleich inspiriert das Möbel dazu, die eigene Sitzweise immer wieder leicht zu verändern. Die dreidimensionale Bewegung des Stuhloberteils wird durch die Beweglichkeit des Öffnungswinkels von Sitz und Lehne ergänzt.

Die für D1 genutzte neuartige Mechanik läuft besonders sanft und geräuschlos ab. Sie entlastet die Wirbelsäule und trägt ein wenig sogar zur Muskelstärkung bei. Zwischendurch aufstehen und herumlaufen sollte man trotzdem.

Wagner Living D1 Bürostuhl von Stefan Diez © Wagner / Foto Gerhardt Kellermann

Falttüren von Hettich 

Oftmals steht für ein Home-Office kein eigener Raum zu Verfügung. Oder er ist so begrenzt, dass er nur zeitweise als Büro genutzt werden kann, um davor und danach wieder für andere Zwecke zur Verfügung zu stehen. Wie lässt sich ein funktionaler Arbeitsplatz in ein solches Umfeld integrieren?

Schiebe- und Falttüren von Hettich können dabei helfen, Ordnung in Wohn- und Arbeitsbereichen zu halten. Arbeitsutensilien verschwinden auf Zeit hinter einer Falttür. Schiebetüren trennen Arbeitsbereiche vom Wohnumfeld ab. So können sich Funktionen auf Zeit überlagern, ohne dass es beim Wohnen oder Arbeiten Einschränkungen geben muss. 

Wohnungen bedürfen oftmals nur geringer Ergänzungen, um für flexible Büroarbeit gerüstet zu sein. Neben einer stabilen IT-Vernetzung gehören dazu Möbel und Lichtlösungen. Diese sollten ihre Aufgabe als Arbeitsmittel perfekt beherrschen. Zugleich müssem sie im häuslichen Umfeld als passende Ergänzung und nicht als Störfaktor wirken. Eine wachsende Zahl von Produkten eignet sich für dieses Zusammentreffen von Wohnen und Arbeiten, denn sie sind genau dafür konzipiert.

Hettich Falttüren fürs aufgeräumte Homeoffice © Hettich

Autorin: Heike Edelmann

Produkte

WAGNER D1 by Stefan Diez

von WAGNER Eine Marke der TOPSTAR GmbH

Schubkastensystem ArciTech

von Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG
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