30. Aug 2019

Möbel fürs Office: Büroaustattung einfach mieten

Schreibtische, Bürostühle, Laptops, Telefonboxen, Kaffeemaschinen und vieles mehr: Das Berliner Startup Lendis stellt Möbel und Technik für Büros gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung. Ab 15 Euro soll die gemietete Büroaustattung pro Arbeitsplatz kosten, dabei sind Aufbau und Wartung bereits inklusive. 

Wirklich neu ist das Konzept allerdings nicht. Die Kölner Firma Alvero ist mit diesem Businessmodell bereits seit 30 Jahren erfolgreich am Markt und auch Roomhero aus Frankfurt bietet ein ähnliches Angebot an. Wir werfen einen Blick auf die verschiedenen Unternehmen. 

Lendis – Stark wachsendes Möbel-Start-up

Das Start-up Lendis wurde im Mai 2018 von Julius Bolz und Stavros Papadopoulos mit der Vision gegründet, Unternehmen einen einfachen und schnellen Zugang zur Büroinfrastruktur zu bieten. 

Dabei macht das Berliner Unternehmen den Prozess, das eigene Büro einzurichten, sehr einfach. Kunden können ihre Anforderungen an Umfang und Ausstattung ihrer Arbeitsplätze online angeben und erhalten daraufhin ein professionelles Einrichtungskonzept. 

Auf dieser Basis stellt Lendis das Mobiliar sowie die IT-Infrastruktur zur Verfügung und vermittelt außerdem Dienstleistungen und digitale Services von seinen Partnern. Hohe Investitionen werden so vermieten; Kunden zahlen lediglich eine geringe monatliche Rate. 

Nach Ablauf der Mietdauer können die Kunden neue Möbel mieten oder eine günstige Mietkaufoption nutzen. Es ist außerdem möglich, die gemieteten Möbel an Lendis zurückgeben. Diese werden dann aufbereitet und anschließend erneut vermietet. 

Lendis hat inzwischen bereits über 100 Kunden in Deutschland und Österreich. Hierzu zählen neben Großkunden auch mittelständische Unternehmen, Start-ups und Coworking Spaces.

Alvero – 30 Jahre im Geschäft mit Mietmöbeln

Das Kölner Unternehmen Alvero ist seit über 30 Jahren Spezialist für die Vermietung von Büromöbeln. Kunden finden bei Alvero ein vielseitiges Sortiment an hochwertigen Büromöbeln – von Tischen, Stühlen, Schränken und Bürogeräten bis hin zu Lounge- oder Designmöbeln. 

Diese können sie beispielweise für den Einsatz auf zeitlich befristeten Events wie Konferenzen oder Messen oder auch für einen längeren Zeitraum mieten. Dabei zahlen sie monatlich einen fixen, überschaubaren Betrag. Am Ende der Laufzeit können die Möbel zurückgegeben oder übernommen werden. Auch das Mieten einer neuen Büroausstattung über Alvero ist möglich.

Im Preis enthalten ist auch der Service: Alvero kümmert sich um die Lieferung und den Aufbau. Außerdem holt das Unternehmen die Möbel zum vereinbarten Zeitpunkt wieder ab. Dank RFID-Technologie haben Kunden ihren Bestand an eigenen und gemieteten Möbeln stets im Blick.

Roomhero - 2.740 eingerichtete Arbeitsplätze

Roomhero bezeichnet sich selbst als Europas ersten digitalen Inneneinrichter. Eigentlich spezialisiert auf ganzheitliche Möblierungen von Wohnungen, unterstützt das Unternehmen Kunden auch bei der professionellen Büroeinrichtung.

Von der Planung bis zum fertigen Office kümmern sich die Frankfurter um den gesamten Ablauf. Dabei werden die Anforderungen an das eigene Büro einfach per Office-Konfigurator übermittelt.  Nach der Eingabe des persönlichen Bedarfs und der eigenen Stil-Präferenzen, meldet sich ein Mitarbeiter mit einem maßgeschneiderten Festpreisangebot beim Kunden. Lieferung und Montage der Büromöbel sind im Preis inklusive.

Das Konzept scheint zu funktionieren: Insgesamt 41.110 eingerichtete Quadratmeter und eingerichtete 2.740 Arbeitsplätze kann Roomhero eigenen Angaben zufolge vorweisen. 

Was können Möbelhersteller- und händler daraus lernen? In Zeiten von New Work und einer damit einhergehenden Flexibilisierung unserer heutigen Arbeitswelt, kann die Vermietung von Büromöbeln ein lohnendes Geschäftsmodell sein. Dennoch sollte der logistische Aufwand hierbei nicht unterschätzt werden.

Schließlich werden umfangreiche Langerräume sowie eine ausreichend große Fahrzeugflotte für den Transport der Möbel benötigt – es sei denn, diese Dienstleistungen werden von externen Partnern durchgeführt. Ein lückenloses Qualitätsmanagement ist dann jedoch Pflicht.

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