Neue Arbeitswelten

Büromodell der Zukunft: Coworking Spaces

Coworking ist ein beliebtes Modell für kreatives und produktives Arbeiten in der Gemeinschaft, das Spaß macht und Zukunft hat. In den Coworking Spaces stehen Nutzern neben neuester Digitaltechnik ergonomische Arbeitsplätze und phantasievolle Lounges zur Verfügung. Ganz flexibel, für wenige Stunden oder auf Dauer. Innenarchitekten, Designer und Planer können bei der Einrichtung solcher Büroräume alle gestalterischen Register ziehen. Aufgrund der ständig wachsenden Anzahl von Coworking Spaces sollten sich Händler auf eine steigende Nachfrage an geeigneten Produkten einstellen.

19. Sep 2018

Immer mehr Freiberufler, Kreative, Start-ups und Geschäftsreisende nutzen die Vorteile von offen gestalteten Coworking Spaces: Sehr flexible Mietverträge, passende Räumlichkeiten für konzentriertes Arbeiten, Lounging oder Teamwork, neuste Digitaltechnik mit Rundum-Service, kreatives Networking und eine besonders originelle Einrichtung – Café oder Restaurant inklusive. Längst gibt es die beliebten Mietbüros nicht nur in Großstädten wie London oder Berlin, wo sie ihren Ursprung hatten. Auch Firmen mieten sich gerne in den modernen und flexiblen Büroräumen ein, oft sogar auf mehreren Etagen. So ergibt sich ein wachsendes Betätigungsfeld für Architekten, Innenarchitekten, Gestalter und Händler. Zu den Pionieren der innovativen Coworking Unternehmen gehört WeWork, das vor acht Jahren in New York als Start-up gegründet wurde. Mittlerweile umfasst das Netzwerk weit über 400 Standorte, zu den neuesten gehören zwei gerade fertiggestellte WeWork-Räumlichkeiten in München.

Arbeiten als kreatives Erlebnis

Wie die Atmosphäre ist auch die Einrichtung der Spaces lebendig, cool und entspannt. Sie reicht von Zonen mit Schreibtischen und Teamräumen über Lounging Areas bis hin zum Cafébereich mit Tischtennisplatte oder Kicker. Die spielerische Komponente ist wichtig für typische Mieter wie Digital Natives, die zur Gründerszene gehören. Entsprechend bunt und phantasievoll präsentiert sich die Möblierung. Natürlich wird in den Büroräumen in erster Linie produktiv gearbeitet – aber der Spaßfaktor muss stimmen. Ideal für Coworking ist daher eine einfallsreiche Mischung aus ergonomischer, akustisch wirksamer sowie mobiler Office-Ausstattung und wohnlichen Zonen, die zum kreativen Austausch anregen. Innovative Hersteller sollten das im Blick haben.

Es kommt vor, dass Designer ganze Coworking Spaces mit eigenen Möbeln einrichten. Mit dem Team seines Designstudios gestaltete Tom Dixon das Londoner „Atrium Office Camden“ des Büroflächenanbieters Interchange. Neben Stücken einer Büromöbelserie, die Dixon als Marktneuheit auf der ORGATEC präsentierte, seinem „Y-Chair“, Leuchten der „Bell“-Serie und dem Polstersessel „Wingback“ gehören Schreibtische und Tischleuchten zur Einrichtung, die exklusiv für diesen Ort entstanden.

Ein bunter Mix, der inspiriert

Zum Programm des Herstellers König+Neurath gehören variable Produktlinien für die Gestaltung individueller Arbeitsumgebungen. Mit vielseitigen Serien wie „Work.Place.Organic“ kann man abwechslungsreiche Coworking-Flächen einrichten: Longchairs in frischen Farben und bequeme Polsterelemente lassen sich mit Anbauwänden und Beistelltischen wirkungsvoll im Open Space in Szene setzen. Stehtische und organisch gestaltete Rückzugszonen der umfangreichen Ausstattungslinie machen intensive Arbeitsphasen ruhig und angenehm.

Anders sieht das Konzept des Möbelherstellers COR aus. Speziell für die flexible Nutzung in Coworking Offices hat das Unternehmen statt eines Baukastensystems eine Reihe multifunktionaler Kleinmöbel auf den Markt gebracht. Zur Serie gehört unter anderem das praktische wie schöne „Floater“ Sofa. Es kann ganz nach Wunsch mit verschiedenen Polstermodulen und Regalelementen ausgestattet werden, die über eine integrierte Steckdose verfügen. Ein das Sitzmöbel umschließendes Raumelement sorgt für Ruhe und Privatsphäre.

Bewegung, Akustik und Ergonomie

Mit dem „Cellular System“ von Brunner lassen sich ganze Arbeitsplatzzeilen oder einzelne Sitzgruppen definieren. Die gepolsterten wellenförmigen Module können einfach aneinandergereiht werden, um den Raum zu strukturieren und die Akustik zu verbessern. Ein anderes wichtiges Thema im Coworking Space ist dynamisches Sitzen und Beweglichkeit – ergonomische Faktoren, die Büroarbeit gesünder machen. Interstuhl hat den „UPis1“ Hocker für aktives Sitzen am Schreibtisch entwickelt. Seine gerundete Fußplatte ermöglicht Bewegungen in alle Richtungen und ist stufenlos höhenverstellbar. In der Lounge sorgt das skulpturale „Bird“ Chaiselongue von Cappellini mit seinem Wippeffekt auf spielerische Weise für Abwechslung bei den Sitzpositionen.

Ein bunter Mix aus praktischen und originellen Einrichtungsgegenständen macht Coworking Spaces zu individuellen Wohlfühlorten. Die ORGATEC bietet einen einzigartigen Einblick in unterschiedlichste Produktwelten, um die passende Auswahl zu finden. Damit in den Büros beim Mix’n Match eine gestalterische Linie zu erkennen ist, sollten Innenarchitekten, Designer und Händler bei der Innenraumgestaltung intensiv zusammenarbeiten.

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