23. Okt 2020

Raumsysteme: Das Office von Heute und Morgen

Wie arbeiten wir heute? Was braucht das moderne Büro von morgen? Große Fragen, die Wagner Living gemeinsam mit Stefan Diez, Gonzalez Haase AAS und Mirko Borsche in einer Case Study und anhand des neuen Möbelsystems „D2“ beantwortet.

Work in Progess 

Flexible Raumlösungen entsprechen dem Zeitgeist. Vor allem im Büro. Sich schnell ändernde Arbeitssituationen erfordern ein Arbeitsumfeld, das vielseitig nutzbar ist und den verschiedenen Anforderungen an ein Office immer wieder neu angepasst werden kann.

Wie ein Möbelsystem die optimale Nutzung eines Raums dabei unterstützen kann, zeigt aktuell eine Case Study von Wagner Living in Zusammenarbeit mit Stefan Diez, Mirko Borsche und Gonzalez Haase AAS.

Bei der Untersuchung kam heraus, dass unterschiedliche Räume, verschiedene Situationen des Zusammenarbeitens bis hin zu den notwendigen Funktionsräumen geplant und in das Leistungsportfolio eines neuen Möbelsystems eingegliedert werden müssen.

Für die Stuhlfamilie „D1“ entwickelte Stefan Diez vor zwei Jahren das Dondola-Gelenk weiter, das die starre Verbindung zum Stuhlunterteil entkoppelt und den Rücken beim Sitzen spürbar entlastet. Präsentiert wurde die Neuheit auch auf der Leitmesse für moderne Arbeitswelten Orgatec in Köln. © Wagner Living

„D2“ – Chance für interdisziplinäres, vernetztes Arbeiten 

Erleben kann man das System „D2“ von Wagner Living seit Kurzem in den Büroräumen des Designers Mirko Borsche in München. In der Paul-Heyse-Straße, nahe dem Karlsplatz, steht der Altbau, in den Borsche mit seinem Team auf insgesamt 300 Quadratmetern eingezogen ist.

Die Innenarchitektur stammt aus der Feder von Gonzalez Haase AAS. Das Berliner Studio von Pierre Jorge Gonzalez und Judith Haase hat gemeinsam mit Borsche, Wagner Living und Diez den Prototyp eines modernen, flexiblen Büros erdacht.

„Alle reden darüber wie ein Büro der Zukunft aussehen könnte, wir wollten die Vision in die Realität übersetzen, indem wir einen experimentellen, ergebnisoffenen Ansatz gehen“, erklärt Peter Wagner; verantwortlich für Design und Marketing bei Wagner Living. 

Das System „D2“ bietet dafür die Basis: ein Baukasten mit Profilen und Verbindern sowie Wabenplatten aus Karton oder Aluminium. „Mit dem ‚D2‘ System lässt sich eine nachhaltige Kompletteinrichtung in Leichtbauweise realisieren, von Wänden über Kabinen, vom Schallschutz bis zum Messestand“, so Wagner.

Alle Elemente werden einfach ineinandergesteckt, eine aufwändige Montage ist nicht notwendig. Die Oberfläche ist zudem individuell bedruckbar. Mit Hilfe eines Konfigurators wird man das System ganz nach den eigenen Wünschen gestalten können.

Im Anschluss liefert Wagner Living die Verbinderteile und organisiert den Aufbau durch lokale Handwerker. Ein Paradigmenwechsel, denn statt eines bereits festgelegten Aufbaus bietet Wagner Living die Basis für eigene Entwürfe und deren Realisierung. „‚D2‘ lässt sich völlig individuell verändern“, sagt Wagner.

Für die Stuhlfamilie „D1“ entwickelte Stefan Diez vor zwei Jahren das Dondola-Gelenk weiter, das die starre Verbindung zum Stuhlunterteil entkoppelt und den Rücken beim Sitzen spürbar entlastet. Präsentiert wurde die Neuheit auch auf der Leitmesse für moderne Arbeitswelten Orgatec in Köln. © Wagner Living

Auf Maß gebaut 

Im Büro von Borsche strukturiert „D2“ den Raum: Aus Aluminiumleichtbauplatten mit einer Wabenstruktur in 11,5 Millimeter Stärke ist im Zentrum ein neun Meter langer, dreiteiliger Tisch entstanden. Die Aluminiumplatten kommen aus dem industriellen Bereich und wurden für die Verwendung an Flugzeugen konzipiert. Weitere, ebenso leichtgewichtige Möbel sind in den Archivräumen aus Pappwabenplatten mit vier Zentimeter Dicke und in unterschiedlichen Farbkombinationen entstanden. 

„Alle Elemente des Mobiliars zeigen die Idee einer Rohplatte mit offenen Kanten, die mit einem von Gonzalez Haase AAS entworfenen, maßgefertigten Verbinder aus poliertem, massivem, auf Hochglanz poliertem Aluminium zusammengesetzt wurde“, erklärt Judith Haase, von Gonzalez Haase AAS. „Die strenge, matte Komposition der Tische und Regale erhält so ein einzigartiges Detail. Diese Elemente öffnen den Weg für die Entwicklung des Möbels in einen industriellen Prozess.“ 

Im weiteren Mobiliar zeigen sich die bisherigen Meilensteine der bewegten Designgeschichte von Wagner Living: Der Wirtshausstuhl „W-1960“ aus grau lackiertem Holz, einst vom Firmengründer Moritz Wagner entworfen, steht Seite an Seite mit dem „D1“. Für die Stuhlfamilie „D1“ entwickelte Diez vor zwei Jahren das Dondola-Gelenk weiter, das die starre Verbindung zum Stuhlunterteil entkoppelt und den Rücken beim Sitzen spürbar entlastet.

Die Hocker der Steharbeitsplätze im Büro von Borsche werden nun von Diez mit einer schmaleren Version des innovativen Gelenks versehen. „Wir wollen die Spielräume nutzen, die uns die Mechanik bietet, es reaktiver werden lassen auf die seitliche Bewegung“, erklärt der Designer. „Zudem möchten wir mit weniger Bauteilen auskommen.“

Das gemeinsame Projekt im Bureau Borsche dient allen Beteiligten als Labor und kombiniert die Ideen der unterschiedlichen Disziplinen zu einer Case Study. „Wir haben mit diesem Ansatz eine Plattform aufgebaut und interdisziplinäre Verknüpfungen ermöglicht, um wegweisende Beispiele zu entwickeln, die einen anderen Ansatz als bisher verfolgen“, so Diez.

„Die Balance zwischen vielen Parteien zu halten, ist eine Herausforderung, die einen sehr großzügigen Umgang mit dem Urheberrecht voraussetzt, aber wir haben sie hoffentlich gut für alle Beteiligten gemeistert. Ich bin der Meinung, dass interdisziplinäres, vernetztes Arbeiten eine große Chance bietet.“

Autorin: Bernadette Trepte

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