21. Jun 2018

Die Deutsche Wirtschaft und die Digitalisierung

Immer mehr Unternehmen reagieren mit einer Digitalstrategie auf die veränderten Marktbedingungen durch die Digitalisierung. Doch gleichzeitig weigert sich die Mehrheit in neue Geschäftsmodelle zu investieren. Der Grund: Es fehlt an Ressourcen wie Zeit und Geld. Dies geht einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervor, für die mehr als 600 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt wurden.

Digitalisierung darf nicht an fehlenden Ressourcen scheitern

„Viele Unternehmen, gerade im Mittelstand, haben derzeit prall gefüllte Auftragsbücher und machen gute Geschäfte mit ihren etablierten Produkten“, “so Bitkom-Präsident Achim Berg. „Das Geschäft von morgen ist aber ausschließlich digital.“

Dieses Geschäft von morgen müsse gerade jetzt, in der wirtschaftlichen Hochkonjunktur, vorbereitet werden. Berg weiter: „Niemand, der Verantwortung für ein Unternehmen trägt, darf ernsthaft sagen: Wir haben kein Geld und keine Zeit für die Zukunft.“

Die Mehrheit ist offen gegenüber der Digitalisierung

Laut Bitkom gibt es in der deutschen Wirtschaft grundsätzlich eine große Offenheit gegenüber der Digitalisierung. Neun von zehn Unternehmen (89 Prozent) sehen den digitalen Wandel eher als Chance für das eigene Unternehmen. Lediglich acht Prozent nehmen die Digitalisierung in erster Linie als Risiko wahr. Insbesondere in der Industrie ist die große Mehrheit (99 Prozent) optimistisch, was die Erfolgsaussichten der Digitalisierung betrifft.

Im Vergleich zum Vorjahr verfolgen außerdem mehr Unternehmen eine Digitalstrategie. Gaben im vergangenen Jahr nur 68 Prozent an, in Teilbereichen ihres Unternehmens oder unternehmensweit eine Digitalstrategie etabliert zu haben, so sind es jetzt sogar schon 78 Prozent. In konkreten Zahlen bedeutet das: 43 Prozent besitzen eine zentrale Digitalstrategie, 35 Prozent verfügen über Strategien in einzelnen Unternehmensbereichen.

Firmen reagieren auf veränderte Marktbedingungen

Die zunehmende Etablierung von Digitalstrategien hat auch zur Folge, dass Firmen auf veränderte Marktbedingungen reagieren. Als Folge der Digitalisierung:

  • nehmen 37 Prozent Produkte und Dienstleistungen vom Markt,

  • passen 63 Prozent bestehende Produkte und Dienstleistungen an,

  • bieten 48 Prozent neue Produkte und Dienstleistungen an.

Digitale Plattformen gewinnen zunehmend an Bedeutung

Jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) hat zudem schon einmal von digitalen Plattformen gehört. Solche Plattformen haben inzwischen komplette Branchen grundlegend verändert.

Mit ambista, dem B2B-Netzwerk der Einrichtungsbranche, bietet seit einer Weile auch die Koelnmesse ganzjährig direkten Zugang zu relevanten Produkten, Kontakten, Kompetenzen und Events. Auf der Content-getriebenen Plattform präsentieren sich derzeit rund 6.000 Unternehmen. Zu ihnen zählen Möbelhersteller und -händler, Zulieferer sowie Innenarchitekten.

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