13. Dez 2018

Digitaler Spediteur auf dem Vormarsch

Mit der Digitalisierung steht die Logistikbranche vor einer ihrer größten Herausforderungen. Der wachsende Online-Handel beschleunigt die Prozesse und gerade die Auslieferung von Möbelstücken ist aufgrund der Größe, der längeren Produktionszeiten und nicht selten der Kundenwünsche häufig eine schwierige Aufgabe. Junge Start-ups wie FreightHub haben das Problem erkannt und bieten digitale Lösungen für effiziente Logistikprozesse.

Möbellogistik im Umbruch

Betten, Couchlandschaften oder gleich ganze Wohn- oder Schlafzimmer: Immer mehr Menschen bestellen ihre Möbel im Internet. Entscheidend für eine Möbelbestellung sind dabei oft nicht mehr die Ausstattungswünsche allein, sondern auch die Art und Weise der Abwicklung. Kunden erwarten heute eine schnelle Bearbeitung ihrer Bestellungen sowie eine zeitnahe, kostengünstige und zuverlässige Lieferung. Die Herausforderung für Möbelhersteller und Online-Händler ist, die Möbel zu dem gewünschten Zeitpunkt für den Kunden bereit zu halten und zu liefern, ohne dabei die eigenen Lagerkosten aus dem Blick zu verlieren.

Das Start-up FreightHub hat für diese Herausforderung eine Lösung gefunden. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine digitale Plattform an, über die alle Services und die Kommunikation gesteuert wird - und das 24/7. Mit nur wenigen Klicks wird eine Buchung erfasst und der Kunde erhält sofort freien Zugang zu einer der weltweit agierenden Versandmanagement-Plattformen einschließlich Echtzeit-Sendungsverfolgung. Alle logistischen Prozesse wie Bestellung, Auslieferung und Zustellung laufen zentral im „Hub“ zusammen. Selbst Anfragen vom Zoll oder anderen Behörden, die weitestgehend noch mit manuellen und papiergebundenen Fracht- und Zollpapieren arbeiten. „Die Logistik ist eine Billionen-Dollar-Branche mit großen Problemen. Der Markt ist stark fragmentiert und wenig transparent. Wir haben FreightHub ins Leben gerufen, um Unternehmen dabei zu helfen, Zeit und Geld zu sparen, indem wir Reibungsverluste reduzieren und die Transparenz verbessern“, erklärt Ferry Heilemann, CEO von FreightHub. „Erfolgreiche Möbellogistik bedeutet, in Zukunft seine physischen Bestände und Warensendungen zu erkennen, zu planen und aktiv zu steuern. Das wird bei immer komplexeren Supply Chains nur auf Basis aktueller, zuverlässiger Daten möglich sein“.

Intelligente Datenverwaltung

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) bereitet FreightHub die jeweiligen Frachtdaten und Prozesse auf. Diese selbstlernende Technologie ermöglicht es, dass Bestellungen und die Zustellung der Ware für Möbelhersteller und Online-Händler effizienter zu planen und vor allem auch zu kalkulieren sind. Beispielsweise werden im „Hub“ dank KI verspätete Auslieferung und transportbedingte Lieferengpässe frühzeitig erkannt und dem Warenwirtschaftssystem des Kunden in Echtzeit gemeldet, was zu einer besser gesteuerten und optimierten Lagerhaltung führt.

Digitale Vorteile für Möbelhersteller

Mit Home24 hat FreightHub einen großen europäischen Online-Möbelhändler als Kunden im Portfolio. Das Unternehmen, dass in den letzten Jahren stark gewachsen ist und dessen Lieferketten deshalb immer komplexer wurden, suchte nach einer neuen Lösung für die Belieferung ihrer Kunden. Durch die steigende Anzahl der Lieferanten von Home24 aus Asien, verlängerte sich die Transportdauer der Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände, was zu Herausforderungen bei der Planung des Lagers und Inventars führte. Für dieses Problem suchte Home24 nach einer digitalen Lösung. „Uns überzeugte vor allem der 24/7 Überblick über alle Sendungen durch Live-Tracking,“ berichtet Kirstin Huettner-Tong, zuständig für das VP Supplier Management bei Home24. „Durch den gemeinsamen Arbeitsbereich, in dem wir sowohl die gesamte Kommunikation als auch die Dokumente haben, können wir die Effizienz unseres gesamten Teams steigern“.

Die Logistikbranche steckt mitten im Wandel. Die Kundenbedürfnisse an eine reibungslose Abwicklung wachsen stetig und es liegt an jedem Möbelhersteller und Online-Händler selbst, wie er sich für die digitale Zukunft aufstellt, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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