Einkaufserlebnis

Virtuelle Konzepte gegen Einschränkungen

Nach dem Shutdown ist das Shoppen in Zeiten von Corona nicht mehr dasselbe. Der Schutz vor der Pandemie verlangt neben diversen Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen auch das Tragen von Schutzmasken und verändert dadurch das Einkaufserlebnis nachhaltig. BoConcept reagiert darauf mit einem neuen Konzept.

18. Mai 2020

Der intensive Kontakt mit dem Kunden ist aktuell nicht mehr so leicht möglich und ein Verkaufsgespräch wird durch den Mund-Nasen-Schutz nicht selten zu einer Hürde. Der dänische Möbelhersteller BoConcept hat jetzt auf die neue Situation am Point of Sale reagiert: Mit digitalen, alternativen Einkaufsmöglichkeiten will er seine Kunden begeistern.

Shoppen mit Corona

Immer mehr Geschäfte öffnen nach dem Showdown wieder ihre Türen. Buchhandlungen, Parfümerien und Modeboutiquen sind seit kurzer Zeit wieder für die Kunden da und auch Möbelhersteller laden wieder zu einem Shopping-Ausflug in die Fußgängerzone oder in die Möbelhäuser ein. Nach mehreren Wochen im Zuhause zieht es die Menschen langsam wieder in die Städte.

Der Rückzug aus dem sozialen Leben und das Zwangs-Cocooning hat bei vielen den Wunsch geweckt, dass eigene Zuhause in den letzten Wochen zu verschönen und neu zu gestalten. Nach diversen DIY-Projekten im Heim und Garten sollen jetzt auch neue Einrichtungsgegenstände folgen. Der erste Besuch im Möbelhaus machte allerdings schnell klar, dass das Shopping-Erlebnis mit Corona eingeschränkt ist.   

Neben strengen Hygieneauflagen und Abstandsregelungen, zählt der Mund-Nasen-Schutz jetzt zum ständigen Begleiter. Für die Möbelbranche, die vom engen Kundenkontakt und intensiver Einkaufsberatung lebt, eine echte Herausforderung. Wer sich ein neues Sofa, ein Bett oder sogar eine Küche aussucht, nimmt nicht selten die Unterstützung vom Fachberater vor Ort zu Hilfe. Gemeinsam im Gespräch entwickelt man Lösungen für das eigene Zuhause und lässt sich durch Mood Boards und Designvorschläge inspirieren.

Die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz gestaltet sich jetzt nicht selten zu einem kleinen Hindernis, da die Verkaufsberater durch die Maske einen Großteil der Mimik nicht mehr lesen können. Der dänische Möbelhersteller BoConcept hat für sich jetzt einen anderen Weg gefunden. Der neue Ansatz: virtuelle Styling-Beratung, private Showroom-Touren und virtuelle 3D-Tour durch die Stores.

Sowohl die gemeinsame Gestaltung bei einem Video-Chat als auch die Vorbereitung eines Mood Boards ist bei BoConcept möglich. Dazu können Kunden beispielsweise Bilder von ihrer Wohnung, ihren Ideen oder Inspirationen schicken. Die Einrichtungsberater erarbeiten dann im Vorfeld Designvorschläge. © BoConcept

Shoppertainment 2.0

Quarantäne, Social Distancing und vorübergehende Schließungen haben BoConcept kreativ gemacht. Die dänische Marke hat die Veränderungen genutzt, um seine wichtigsten Dienstleistungsangebote neu zu erfinden. Neben smarten Möglichkeiten, um die Kollektion digital zu entdecken hat das Unternehmen Maßnahmen entwickelt, die umfassende Einrichtungsberatung von BoConcept auch von Zuhause aus zu erleben.

Beratungsgespräche per Video-Chat sind ab sofort Teil des neuen Angebotes. Kunden erhalten so eine persönliche Styling-Beratung, die von der Konfiguration eines Sofas bis zur Einrichtung eines gesamten Apartments reicht, und die durch eigens gestaltete Mood Boards und aussagekräftige 3D-Visualisierungen noch individueller und greifbarer wird. 

„Für BoConcept ist die Einrichtungsberatung von jeher ein wesentlicher Bestandteil unseres Service“, erklärt Manuel Warmbier, Marketing Manager BoConcept DACH. „Ob diese Beratung in einem unserer Stores, bei unseren Kunden Zuhause, telefonisch oder digital erfolgt, spielt dabei keine große Rolle. Unsere Einrichtungsberater passen sich flexibel den Wünschen unserer Kunden an.

Daher ist es auch in Zeiten von Corona für unsere Stylisten kein Neuland, die Vorteile unserer individuellen Einrichtungsberatung auch kontaktlos zu vermitteln. Eine umfassende Beratung, in der wir auf alle Wünsche und Ideen unserer Kunden eingehen und diese in das fertige Konzept einfließen lassen, um das bestmögliche Raumdesign zu entwickeln, steht dabei immer an erster Stelle.“

Sowohl die gemeinsame Gestaltung bei einem Video-Chat als auch die Vorbereitung eines Mood Boards ist möglich. Dazu können Kunden Bilder von ihrer Wohnung, ihren Ideen und Inspirationen an den Möbelhändler schicken. Die Einrichtungsberater erarbeiten dann im Vorfeld eines Termins Designvorschläge.

Für eine 3D-Visualisierungen ist es zusätzlich erforderlich, dass der Kunde sein Zuhause oder seinen Raum zeigt. Durch einen 3D-Roomplanner kann BoConcept so die Räumlichkeiten der Kunden nachempfinden. Über individuelle Farbgestaltungen der Wände und Böden, kann der Möbelexperte so dem Zuhause der Kunden noch ein Stück näherkommen.

Darüber hinaus simuliert das Unternehmen vorhandene Möbel durch ähnliche BoConcept Designs und der Kunden bekommt so ein besseres Gefühl für seine neu geplanten Räume.

Privater Besuch des Showrooms als Highlight

Durch einen privaten Besuch des Showrooms außerhalb der regulären Öffnungszeiten will BoConcept seinen Kunden ein besonderes Shopping-Erlebnis ermöglichen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Showroom und die Kollektion können im Rahmen einer Einrichtungsberatung in entspannter und exklusiver Atmosphäre ohne andere Kunden entdeckt werden.

„Wir glauben bei BoConcept daran, dass ein Einkaufserlebnis vor allem durch eine persönliche Beratung entsteht, in der sich unsere Einrichtungsberater intensiv mit den Wünschen und Zielen der Kunden auseinandersetzen,“ erläutert Warmbier. „In intensiven Online-Schulungen haben wir unsere Mitarbeiter bestmöglich darauf vorbereitet, auf die neuen Bedürfnissen unserer Kunden einzugehen.

Im ersten Kontakt mit unseren Kunden besprechen wir die Hygienemaßnahmen, die wir vor Ort einhalten, um eine kontaktlose Beratung zu ermöglichen. Diesen Start in die Beratung begreifen wir dabei eher als Chance, um ein erstes Gefühl für die Situation und den individuellen Charakter unserer Kunden zu erhalten und darüber Vertrauen aufzubauen und unseren Kunden zu zeigen, dass ihre Bedürfnisse immer im Zentrum unserer Beratung liegen.“

Virtueller 3D-Showroom als Alternative

Aber das ist nicht alles: BoConcept hat in Zusammenarbeit mit Matterport Inc. den Store in Lyon digitalisiert, sodass dieser nun in einer virtuellen 3D-Tour einfach von Zuhause aus erkundet werden kann. Das neue Einkaufserlebnis ist mühelos über die Webseite abrufbar und bietet Kunden die Möglichkeit, den Store nach Räumen oder in seiner Gesamtheit zu entdecken.

Mit einem Klick können Kunden während des digitalen Stöberns mehr über bestimmte Produkte erfahren und diese direkt online erwerben. Auch einige Stores in Deutschland haben bereits in der Vergangenheit eine virtuelle 3D-Tour entwickelt, wie beispielsweise die Läden in München und Bielefeld.

Die 3D-Tour in Lyon wurde kurzfristig umgesetzt. Die Anpassung auf deutsche Inhalte und Implementierung auf der Website erfolgte, nach der Erstellung des französischen Originals, innerhalb weniger Tage.

Kommentare (1)
Porträt von Françoise Hickel
Françoise Hickel
manufra - feines aus filz
18:54 | 20.05.2020
Das hört sich großartig an! Das wird zukünftig sicher ein must-have von (online) shops werden. Ich werde gleich mal stöbern "gehen". Viel Erfolg weiterhin! Liebe Grüße von Françoise von manufra.de