Virtuelle Produkterlebnisse

Experience Reality – Wenn Möbel lebendig werden

Gefühle bestimmen unser Leben, beeinflussen unsere Entscheidungen. Sie aufzunehmen und in Produktpräsentationen umzusetzen, ist für Anbieter elementar notwendig. Aber unsere Gefühlswelten verändern sich und damit auch unsere Erwartungen an das Produkterlebnis. Wir begeben uns auf eine virtuelle Reise – (VR) Brille auf! Start.

17. Aug 2021

Wir leben in der Konnektivität 

Digitales Zeitalter. Digitalisierung begegnet uns auf Schritt und Tritt, im privaten wie beruflichen Alltag. Vielleicht am deutlichsten spüren wir es in unserer Kommunikation. In der Art und Weise, wie wir uns verbinden, vernetzen – in der Konnektivität. Aber dahin steckt noch mehr, es ist ein Megatrend. 

Die gesellschaftsweite Verbreitung digitaler Technologien und Services markiert den Beginn einer neuen Gesellschaftsepoche. Die digitale Vernetzung löst alte gesellschaftliche Strukturen auf, lässt die Kommunikationsmöglichkeiten explodieren und erzeugt ein neues Level an Komplexität. 

„Der Megatrend Konnektivität verdeutlicht, dass es beim digitalen Wandel im Kern weniger um technologische Novitäten geht als um soziale Resonanzen. Im Zuge der fortschreitenden Vernetzung werden menschliche Grundbedürfnisse wie Vertrauen und Sicherheit sowie kulturelle und soziale Aspekte immer relevanter für digitale Geschäftsmodelle und für die Gestaltung von Produkten und Services.“ So definiert es das Zukunftsinstitut

Was dies bedeutet, erlebt die Möbelbranche – allen voran der stationäre Handel – seit Beginn 2020. Das Onlinebusiness boomt. Pure Player wachsen und Omnichanneling ist ein Buzzword unserer Tage. Aber werden damit schon alle Kundenerwartungen erfüllt? Gelingt es den Anbietern, uns und unsere Wünsche und Gefühle nach lebendigen Service und Austausch abzuholen?

© Profil Concept

Vom Storytelling zum Storyliving  

Es war einmal… Viele gute Erzählungen und Geschichten fangen so an. Zu guten Geschichten gehört ein guter Erzähler. Aber die Zeiten ändern sich… Heute gehört zum Erzählen einer Geschichte mehr. Wir wollen Geschichten erleben. Kundeninnen und Kunden wollen Geschichten erleben. Storyliving. Ein Thema, das viele Unternehmen bereits erkannt haben und deren Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. 

„Natürlich steckt diese Art des Geschichtenerzählens noch in den Kinderschuhen, aber wahr ist, dass sich unser Verhältnis zur Realität grundlegend verändert. Eine nahtlose Verschmelzung der realen und der digitalen Welt kann neue und bleibende Erinnerungen schaffen“. Der Blick dazu von Vicki Dobbs Beck von ILMxLAB, einem Tochterunternehmen von LUCASFILM LTD. 

Für Produktpräsentationen in unserer konnektiven Welt drängt sich diese Erzählweise auf, weil wir sie aus unserem privaten Erleben, ob Kinobesuch oder Gaming, bereits gut kennen. Die Umsetzung von Storyliving erfolgt durch Experience Reality (XR). 

Experience Reality (XR) steht für die Integration des Realen und Digitalen in eine User Experience durch den Einsatz von Augmented (AR), Virtual (VR) und Mixed Reality (MR). Und auch hier geht die technische Entwicklung permanent weiter, wie z.B. Apple in Bezug auf eine neue VR-Brille ankündigt. 

Wie schnell sich Veränderungen vollziehen, nicht für möglich Gehaltenes akzeptiert, in den Alltag etabliert wird, erleben wir unser Homeoffice-Zeit. Zoom und MS Teams lassen grüßen. So wird es auch bei Storyliving geschehen. Die Vielfalt dieser technologischen Möglichkeiten ermöglicht den kombinierten Einsatz je nach Zielsetzung der Produktpräsentationen und schafft ganz neue Optionen auf Customer Journeys. 

Wie sieht das Ganze konkret mit Blick auf Möbel & Co. aus? Einige mögliche (und wahrscheinlich bald Standart-) Beispiele dazu. 

© Apple

Erlebnisse und Emotionen

Anbieter stecken viel Zeit und Enthusiasmus in den Aufbau der Produktpräsentationen, unabhängig ob online/offline oder Omnichannel. Das ist eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Vertrieb. Aber mal ehrlich – wie oft erlebt man ein „WOW“ von Kundenseite? Und es geht immer darum, erst recht in den heutigen Zeiten. Um das Schaffen von neuen Erlebnissen, Emotionen – dem WOW-Effekt. Experience Reality hat die Möglichkeiten dafür. 

Virtueller Showroom

Auf der eigenen Website als Hersteller oder Online-Händler werden die Produkte über die entsprechenden Datenformate mit Virtual Reality (VR) lebendig. Besucher:innen können sich im Showroom zum Beispiel zwischen den Möbelstücken bewegen, aus verschiedenen Ansichten betrachten, Farbenvarianten ausprobieren, Türen öffnen, in den Schrank schauen und nach Bedarf alle Produktinformationen abrufen. Dafür benötigt es nicht mal in jedem Fall eine VR-Brille.  

Auf Wunsch den QR-Code am Modell scannen und über Augmented Reality (AR) zum Probieren nach Hause holen. Selbst ein bereits vorhandener Onlineshop mit bestehendem Konfigurator kann in diese Erlebniswelten mit eingebunden werden. Virtuelle Kundentouren mit Live Sessions? Ob mit Avataren oder mit persönlicher Führung – kein Problem. 

Digital Twins in der Möbelausstellung

Stationäre Möbelausstellungen haben bei etablierten Herstellern eine lange Tradition, sind Bestandteil der alljährlichen Hausmessen – ganz gleich ob Wohn-, Schlaf- oder Küchenmöbelanbieter. Durch den Einsatz von VR-Technik mit allen Vorteilen des virtuellen Showroom-Charakters können neue Erlebniswelten gestaltet werden. Wechselnde Modelle ganzjährig und aktuell zu präsentieren – eine Option, die weit über die gängige Praxis der Online-Show auf Filmbasis hinaus geht. Die Ausstellung wird und bleibt lebendig.  

Mixed Reality im Store

Vor allem für die stationären Möbelhändler geht es darum, sich „neu zu erfinden“. Zum einen durch den wachsenden Online-Druck, zum anderen durch neue User-Generationen mit einer anderen Erwartungshaltung an „WOW“. Eine Kombination von realen Möbelprodukten im Store beziehungsweise auf der Fläche und ein virtuelles Angebot mit Einsatz der Virtual Reality-Techniken dazu – das schafft neue Emotionen und baut weitere Customer Journeys auf. Zusätzlich eine gute Chance für Kooperationen mit Startups der Branche. 

Die Beispiele sprechen für sich. Die entsprechenden technologischen Tools sind vorhanden. Aber ganz so einfach ist es doch nicht. Die Wahl des richtigen Partners ist entscheidend. Damit die Möbel richtig anfangen zu leben, bedarf es neben der technischen Expertise auch dem fachlichen „Möbel“- Verständnis zur Inszenierung der Produkte.

© Canva

Nachhaltig und wirtschaftlich allemal 

Die Vorteile zur Ressourceneinsparung durch den Einsatz von Experience Reality (XR) liegen auf der Hand. Die Reduzierung der realen Möbelangebote auf der stationären Fläche / Store und in den Möbelausstellungen führen zu geringerer Bevorratung, verringerten Rohstoff-, Material – und Kosteneinsatz. Produktion „on demand“ durch Einbeziehung der virtuellen Technologien für die Kundenentscheidungen führt zum gleichen Ergebnis. Vor allem im Bereich der Losgrößen 1 – Fertigungen. 

Die Daten der Virtual Reality (VR) – Formate sind für die direkte Einsteuerung in CNC-Anlagen und die Additive Fertigung (3D-Druck) ausgelegt. Keine Zwischenschritte – direkte Kostenersparnis. Für zirkuläre Geschäftsmodelle mit Mehrfachnutzung der Produkte (Basis Rental) ermöglichen die Elemente der Experience Reality (XR) über alle Vertriebskanäle einen wesentlich höheren Grad an Lieferfähigkeit. 

Letztendlich ein WOW für alle. 

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