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28. Nov 2018

Händler sind besonders digital-affin

Die meisten Unternehmen stehen der Digitalisierung offen gegenüber. Insbesondere für den Handel ist sie laut einer aktuellen Bitkom-Befragung ein bedeutendes Thema. Auch der deutsche Möbelhandel digitalisiert sich zunehmend - allerdings langsamer als gewünscht.

In Deutschland liegt Anteil des Online-Shoppings lediglich bei 14 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Experten zufolge ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis das Internetgeschäft dem stationären Möbelhaus den Rang abgelaufen hat. Denn derzeit nutzt bereits die Hälfte aller Befragten das Internet als Informations- und Inspirationsquelle für Möbel. In der jüngeren Zielgruppe sind es sogar fast 80 Prozent.

Möbelhandel zeigt sich noch zurückhaltend

Doch während in Deutschland laut Bitkom jedes zehnte Unternehmen (zehn Prozent) sehr aufgeschlossen und 64 Prozent eher aufgeschlossen sind, wenn es um das Thema Digitalisierung geht, zeigt sich die Einrichtungsbranche bisher noch recht zurückhaltend. Eine vertane Chance, denn der Online-Kauf von Möbeln und Einrichtungsgegenständen bietet viel Potenzial für Händler und Hersteller.

Schließlich stehen die Zeichen in der deutschen Möbelbranche laut einer PwC-Analyse auf Wachstum. Das Marktforschungsunternehmen prognostiziert der Möbelproduktion eine stabile Steigerung der Umsätze bis 2020 – um durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr. 

"Der Wunsch der Verbraucher, ein Produkt anzufassen und auszuprobieren, sowie der erschwerte Möbel-Umtausch beim Onlinekauf bremsen derzeit noch den Absatz von Möbeln im Internet", erklärt Patrick Ziechmann, Partner und Experte für den Bereich Handel und Konsumgüter bei PwC in Deutschland. Das werde sich jedoch mittelfristig ändern.

Widerstände im Online-Geschäft überwinden

Bis 2020 erwarten die PwC-Experten einen Anstieg des Online-Umsatzes im Möbelhandel um 13 Prozent pro Jahr. Treiber des Online-Möbelgeschäfts könnten Trends wie Augmented-Reality und Virtual-Reality sein, die Konsumenten die Möglichkeit bieten, virtuelle Produkte in die eigenen vier Wände zu holen und so die Hürde der Vorstellungskraft zu überwinden.

Auch mit Omnichannel-Konzepten, die auf stationäre Ausstellungsräume in Verbindung mit Online-Vertriebswegen und technologischen Neuerungen sowie unkomplizierte und verbraucherfreundliche Umtauschprozesse für Onlinekäufe setzen, könnten Händler die bestehenden Widerstände überwinden. "Das lohnt sich, denn der Onlinevertrieb birgt großes Wachstumspotenzial für den deutschen Möbelmarkt", so Patrick Ziechmann weiter.

Auch der Online-Händler OTTO.de warf Anfang des Jahres einen Blick auf die Möbelbranche und stellte in seiner "OTTO-Wohnstudie 2018" fest, dass der Vertrieb von Möbeln und Haushaltswaren über Online-Kanäle immer mehr an Bedeutung gewinnt. Eigenen Untersuchungen zufolge konnte das Unternehmen die Online-Käufe in diesem Segment ist in den letzten drei Jahren um 15 Prozent steigern (von 22 auf 37 Prozent).

Kanalübergreifende Geschäftsmodle für Möbelhändler

Die Digitalisierung ist zwar eine große Herausforderung für die Möbelbranche, bietet aber auch große Chancen. Einrichtungsunternehmen sollten ihren Kunden daher bestmögliche Einkaufserlebnisse bieten – und zwar über sämtliche Touchpoints hinweg, also offline und online über sämtliche Känäle.

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