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05. Apr 2019

Inspiration: Künstliche Intelligenz in der Praxis

Im Zuge der Digitalisierung werden Maschinen, die selbst lernen und eigenständig mit Menschen kommunizieren, immer wichtiger. Beispiele aus unterschiedlichen Branchen zeigen, wie Künstliche Intelligenz zum Wettbewerbsvorteil werden kann. Vertiefende Erkenntnisse gewinnen Sie durch einen Videobeitrag von der Digility 2018 zu praktischen KI-Anwendungen in der Wirtschaft.

Ein riesiger Hai, der im Hollywood-Film „Meg“ für Angst und Schrecken sorgt, und eine App zur Erkennung von Textilien auf Handyfotos und Produktvorschläge auf Shopping-Plattformen wie Amazon haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun. Und doch haben sie eine Gemeinsamkeit: Sie basieren auf Künstlicher Intelligenz. Diese Technologie bedeutet, dass Computer eigenständig Probleme lösen und Verständnis für menschliche Handlungsweisen entwickeln und sogar versuchen, sie nachzuahmen. Damit Computer lernen können, braucht es Algorithmen, die Muster erkennen.

Die rasante Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz (kurz KI oder auch AI für Artificial Intelligence) fußt auf zwei Faktoren: Erstens auf der Verfügbarkeit günstiger und leistungsfähiger Hardware, zweitens auf den enormen Datenmengen, die Grundlage jeder KI-Anwendung sind. Nur wenn ausreichend Material bereitsteht, können sich die Maschinen nämlich selbstständig weiterentwickeln. Längst ist die KI auch in den persönlichen Bereich eingedrungen: US-Konzern Amazon setzt sie bei seinem sprachgesteuerten Assistenzdienst Alexa ebenso ein wie bei den automatisch erstellten Vorschlägen für weitere Produkte, die Käufer im Webshop zu sehen bekommen.

Fashion-App mit KI

Das sind aber erst bescheidene Anfänge im Vergleich zu dem, was KI in den nächsten Jahren für die Wirtschaft bedeuten kann. Ein Beispiel aus der Modebranche zeigt, wie KI in der täglichen Praxis verwendet werden kann: Die britische Firma Cortexica hat eine Technologie entwickelt, mit der auf Fotos von Personen deren Kleidung erkannt und gleich nach ähnlichen Produkten im Internet gesucht werden kann. Dahinter steckt eine KI-Anwendung zur visuellen Analyse, die gezielt in der Modebranche eingesetzt wird; große Händler wie Zalando verwenden die Entwicklung von Cortexica bereits in ihrer eigenen App.

Enorme Vorteile kann die KI aber auch in der Logistik bringen. Am Flughafen Rotterdam in den Niederlanden wird gerade ein System von Vanderlande, einem Anbieter von Lagerautomatisierung, für den Transport der Gepäckstücke vom Check-In zu den Flugsteigen getestet: Statt große Förderbänder zu verwenden, kommen kleine, autonom fahrende Fahrzeuge zum Einsatz, die jeweils nur einen oder zwei Koffer befördern. Sie suchen sich automatisch die beste Route und sollen somit Zeit und Ressourcen sparen. KI wird generell im Zusammenspiel mit neuen Logistikansätzen und dem wachsenden E-Commerce von Bedeutung sein. So erfordert das Click-and-Collect-Konzept, bei dem Waren im Internet bestellt und dann in der Filiale abgeholt werden, Umstellungen der Warenwirtschaftssysteme. Die Technologie kann dabei helfen, den Bestand im Lager oder in den Filialen automatisch zu erfassen; dabei kommen unter anderem RFID-Tags zum Einsatz. Auf diese Weise kann entsprechend rasch auf Kundenwünsche reagiert werden. Ebenso können mit Hilfe von KI zukünftige Änderungen im Kundenverhalten – etwa die Nachfrage nach bestimmten Gütern zu bestimmten Zeiten – besser vorhergesagt werden.

Daten finden und auswerten

Enorme Datenmengen sind erforderlich, damit die KI ihre Arbeit verrichten kann. Das bedeutet nicht nur, dass die Hardware dafür vorhanden sein muss, sondern auch die rechtlichen Voraussetzungen, diese Daten zu sammeln und zu analysieren. Das sind aber nur die harten Fakten rund um KI. Je näher die Technologie am Kunden – also am Menschen – dran ist, desto mehr kommen aber auch weiche Faktoren ins Spiel: Können und sollen Maschinen die Menschen ersetzen? Während Chatbots im Kundenkontakt bisweilen ihre Vorzüge haben (etwa schnellere Kommunikation), wirkt der Vormarsch der Maschinen in manchen Bereichen bisweilen abschreckend: Banken haben in diesem Zusammenhang so manche Erfahrung machen müssen. Nicht alle Kunden sind davon begeistert, dass in Filialen der persönliche Kontakt zum Berater zunehmend durch Automaten und Online-Abwicklung ersetzt wird. Darauf sollte Rücksicht genommen werden.

Der schwedische Möbelkonzern Ikea hat im Rahmen des Projekts Space10 – ein Forschungslabor samt Ausstellung in Kopenhagen – ermittelt, was Internet-Nutzer von KI erwarten und was sie befürchten. Die wichtigsten Erkenntnisse: Die Maschinen sollten möglichst wie Menschen agieren, auf Emotionen reagieren und vor allem Assistenzdienste leisten statt selbst autonom zu agieren.

KI war auch ein Thema bei der Digility – bei der von der Koelnmesse veranstalteten B2B-Konferenz geht es um den Einsatz digitaler Technologien wie 3D, Augmented Reality oder eben KI. Die Digility wird dieses Jahr als Teil der DMEXCO im September stattfinden. In einem Video erläutert Julie Choi, Expertin für Künstliche Intelligenz bei Intel, praktische Anwendungen von KI in der Wirtschaft – darunter die Software-Plattform Taboola, die Internet-Anwendern automatisiert passenden Content vorschlägt, oder bei dem chinesischen Internet-Konzern Baidu für die automatisierte Erkennung von Bautransporten.

 

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