16. Mär 2020

Instagram: Für uns als Möbelmanufaktur unverzichtbar

Brauche ich Social Media für mein Business und wenn ja welche Social-Media-Kanäle? Das noch relativ junge Unternehmen „Herr Lars Möbelmanufaktur“ gewährt uns Einblicke in seine Strategie. Denn einfach ein Bild vom Tisch einstellen und der Tisch ist verkauft – so leicht ist es dann doch nicht.

Die Frage, ob wir Herr Lars Möbelmanufaktur in den sozialen Medien stattfinden lassen möchten, stellte sich für uns nicht. Das war für uns – und vor allem mich als Online Marketing Verantwortlichen sofort klar. 

So klappts garantiert nicht: Hinweis auf neue Angebote im Shop. © Herr Lars möbelmanufaktur

Konzentration auf zwei Kanäle

Aber welche Netzwerke bespielen wir? Und vor allen Dingen mit welchen Inhalten? Wir haben uns zunächst für Facebook und Instagram entschieden, Twitter ausgeklammert und Pinterest erst einmal vertagt. Twitter verstehen wir eher als „Kurznachrichtendienst“, weniger geeignet, um eine Geschichte zu erzählen und mit Pinterest haben wir bisher schlicht noch keine Erfahrung gesammelt.

Für Facebook und Instagram erstellen wir im Prinzip die gleichen Inhalte. Aufgrund technischer Gegebenheiten gibt es allerdings auch hier und da Ausnahmen. So nutzen wir beispielsweise die Eventfunktion bei Facebook, um Messen und Ausstellungen zu bewerben. Das gelingt auch mit kleinen Budgets und dem richtigen Targeting ganz wunderbar. 

Bei Instagram sind die Stories eine gute Möglichkeit, um Interessenten und Kunden an der Entstehung unserer Möbel teilhaben zu lassen. Da die Story-Inhalte nur 24 Stunden zugänglich sind, darf hier etwas freier und ungeschminkter publiziert werden. Wir versuchen eine gute Balance aus stets verfügbaren Inhalten im Feed und den kurzen Einblicken der Stories zu veröffentlichen.

Facebook kannten wir bereits vor Herr Lars aus dem privaten Umfeld aber auch aus dem Berufsleben. Instagram war uns zwar bekannt, intensiv genutzt hatten wir das Netzwerk vorher aber nicht.

Gut funktionierende Influencer Kooperation: Ein Gewinnspiel. © Herr Lars möbelmanufaktur

Wackelige erste Gehversuche auf ‚Insta‘

Unsere ersten Gehversuche bei Instagram waren ziemlich wackelig. Eine Sache haben wir leider sehr schnell gelernt: Ein schlichtes „Jetzt kaufen!“ funktioniert hier nicht. Für eine Kaufaufforderung generiert man keinen Follower, Likes oder Herzchen, sprich es gibt kein Engagement mit uns und unserer Marke.

Das war für unsere Zielgruppe schlicht zu „corporate“, zu weit weg von dem was wir tun. Und so haben wir unsere Social-Media-Inhalte verändert: Von der reinen Produktvorstellung hin zu Einblicken in die Manufaktur. 

Genau so macht das auch Sinn für uns, denn Instagram und auch Facebook bieten uns hier die Möglichkeit unsere Kunden so ganz nebenbei an der Entstehung eines Möbelstücks teilhaben zu lassen, ohne dass wir direkt ein Hochglanz-Produktvideo produzieren müssen. Unsere Kernkompetenz, die handwerkliche Fertigung, steht im Rampenlicht.

Mit etwas über 1.500 Followern haben wir bisher zwar noch keinen großen Kanal, das Engagement unserer Fans auf diese Art von Beiträgen bestärkt uns aber in der Herangehensweise, so mit ihnen zu kommunizieren.

Gesicht zeigen. Lars, Christian und die Kamera. © Herr Lars möbelmanufaktur

Funktionieren Kooperationen mit Influencern?

Kooperationen sind ein großes Thema auf Instagram und auch hier haben wir unsere ersten Versuche im Influencer-Marketing unternommen. 

Im Prinzip funktioniert das so, dass wir entweder gezielt auf einen „Influencer“ zugehen, der ein für uns interessantes Profil betreibt, oder wir werden direkt angesprochen. Wir stellen dem Influencer dann eines unserer Produkte zur Verfügung und überlassen es ihm, auf welche Art und Weise es in den Kanal eingebunden wird. Das können Vorstellungen als Story, Verlinkungen in Feed-Beiträgen oder kleine Gewinnspiele sein. 

Bricht man die Ergebnisse aus solchen Aktionen auf eine Kennzahl wie „Cost-per-Follower“ herunter, dann sind Kooperationen bei dieser Zielsetzung oft günstiger als die Akquise via Instagram-Ads. Das liegt sicher auch daran, dass ein Influencer als Testimonial einen Inhalt an eine Gruppe weitergibt, die bereits Nähe zu ihm oder ihr aufgebaut hat.

Einen Nachteil hat die Sache

Leider ist Instagram in Sachen Inhalte sehr hungrig und damit letztendlich zeitintensiv. Damit die Inhalte stets gut aussehen, bedarf es mindestens Basiswissen in Foto- und Videobearbeitung. Wir kriegen das im Team von Herr Lars Möbelmanufaktur ganz gut hin, das kann für kleine Betriebe aber definitiv eine Hürde sein.

Unser Fazit: Einfach machen! Im Bekanntenkreis herumfragen, welche Inhalte interessieren könnten und darauf eingehen. Die Scheu vor der Kamera ablegen und das, was man mit Leidenschaft erschafft, auch zeigen. Fernhalten sollte man sich selbstredend von Inhalten, die einfach so gar nichts mit dem Unternehmen zu tun haben. Der Weg zu den ersten 500 Followern ist steinig, aber wird belohnt!

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Porträt von Christian Brückner
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Herr Lars möbelmanufaktur
Kommentare (1)
Porträt von Christian Brückner
Christian Brückner
Herr Lars möbelmanufaktur
19:36 | 16.03.2020
Dankeschön für das Interview - das hat Laune gemacht! Liebe Grüße und wir hoffen ihr seid alle bei bester Gesundheit und bleibt es auch.
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