21. Aug 2019

Awards im Fokus: SCHNEEWEISS interior

Die SCHNEEWEISS interior verbindet führende Hersteller von Objektmöbeln in Deutschland und Österreich. Erst vor kurzem wurde ein neues Produkt des Konzerns, das digitale Informationssystem „no.e“, mit dem German Innovation Award 2019 prämiert. Wir durften Produktmanager Dimitri Riffel ein paar Fragen zur Relevanz von Awards für das Unternehmen selbst und die Möbelbranche im Allgemeinen stellen.

1.) Herr Riffel, an wie vielen Wettbewerben nehmen Sie pro Jahr teil beziehungsweise wann haben Sie sich das letzte Mal um einen Award beworben?

Es sind im Schnitt etwa drei Wettbewerbe pro Jahr. Anfang des Jahres haben wir unser neues Produkt, das digitale Informations-und Nummerierungssystem „no.e“ für den German Innovation Award 2019 eingereicht. Mit Erfolg. Für seine herausragende Innovationsleistung erhielt „no.e“ die Auszeichnung „Winner“ in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Office Solutions“. 

Ganz aktuell sind wir gespannt auf den Ausgang des österreichischen Staatspreises Design 2019 – dort haben wir unseren „BLAQ Conference Chair“ eingereicht.

2.) Nach welchen Kriterien suchen Sie die Wettbewerbe oder Ausschreibungen aus?

Nach ihrer Relevanz am Markt. Das heißt Präsenz, Qualität und Schwerpunkt. Bei guter Gestaltung geht es um weitaus mehr als eine aufregende, hübsche Hülle.

Es geht um die Formulierung der Inhalte wie zum Beispiel Nutzen, Struktur, kluge Lösungen für Probleme – und nicht zuletzt darum, diese Inhalte verständlich und ästhetisch zu transportieren. Gute Designpreise schaffen es, diesen Mehrwert des Designs deutlich zu machen.

3.) Wie viele Preise haben Sie schon gewonnen und worin sehen Sie deren Nutzen für Ihr Unternehmen?

Die Designwelt von SCHNEEWEISS interior umfasst durch die einzelnen Unternehmen Hiller Objektmöbel, BRAUN Lockenhaus sowie rosconi ein sehr breitgefächertes Portfolio, das in allen Bereichen preisgekrönte Produkte aus eigener Entwicklung enthält. 

Darauf sind wir sehr stolz. Schließlich sind Auszeichnungen eine Art Gütesiegel, das man nur erhalten hat, da sich zahlreiche Juroren bei kritischer Betrachtung einig waren. Das ist durchaus ein Umstand, mit dem man werben darf.

4.) Was halten Sie von der Kritik an Designpreisen, sie würden mittlerweile zu zahlreich vergeben, seien zu teuer und aufwändig für kleinere Unternehmen? Können Sie diese und eventuell auch andere Kritikpunkte nachvollziehen und was könnte Ihrer Meinung nach Awards für die Möbelbranche besser, wertvoller machen?

Designpreise auszuloben ist ein aufwendiges Unterfangen, das wirtschaftlich betrieben werden muss, sofern die Finanzierung nicht staatlich erfolgt. Ich kann mir vorstellen, dass die Veranstalter einen Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Glaubwürdigkeit schaffen müssen. 

An dieser Stelle hilft meines Erachtens nur eine klare, offene Kommunikation. Ich würde mir mehr Wettbewerbe wünschen, die sich nicht nur an die Szene richten, sondern auch den Verbraucher mit Inhalten erreichen. Schließlich wird der Begriff „Design“ gerade dort selten richtig verstanden.

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