07. Okt 2020

Kräfte bündeln: Franke schließt Divisionen zusammen

Franke, der weltweit führende Anbieter von Lösungen und Ausstattungen für die Haushaltsküche, das private Bad, halb-/öffentliche Waschräume, die professionelle Systemgastronomie und die Kaffeezubereitung, stellt sich neu auf. Im Interview erklärt Barbara Borra, President/CEO Franke Kitchen Systems, die Ziele der Veränderung.

Der Zusammenschluss der Segmenten Essenszubereitung, Kochen und Abluftreinigung für die Haushaltsküche ist ein logischer Schritt, um die führende globale Marktposition in den Bereichen Essenszubereitung (Spüle und Armatur) und Kochen (Abzugshaube und Kochfeld) für die beiden Marken Franke und Faber weiter zu festigen und auszubauen. 

Frau Borra, die Franke Gruppe bündelt ihre Kräfte in den Segmenten Essenszubereitung, Kochen und Abluftreinigung für die Haushaltsküche und führt ihre Divisionen Faber Hoods & Cooking Systems und Franke Kitchen Systems zusammen. Was versprechen Sie sich von der organisatorischen Anpassung? 

Uns geht es bei dieser Zusammenführung hauptsächlich um den Kundennutzen und wie wir unsere Kunden besser bedienen können. Dabei liegt unser Fokus auf der Bildung von engen Partnerschaften mit unseren Kunden, in dem wir unsere Kompetenzen vereinen und diese effizient unseren Kunden zur Verfügung stellen. 

Im Rahmen Neuausrichtung übernehmen Sie selbst die Funktion als President/CEO der Division Franke Kitchen Systems. Was sind Ihre Ziele für die neue Division? 

Wir setzen uns zum Ziel nicht nur einen einzigartigen Kundenservice zu bieten, sondern uns auch stark mit der Zukunft unserer Produktkategorien zu beschäftigen. Speziell geht es dabei um Themen wie Connectivity unserer Abzugshauben und Luftqualität im Generellen. Dies sind Themen, welche beide ehemaligen Division beschäftigen und welche wir nun viel näher zusammenbringen wollen. 

Das Thema Smart Home und Smart Kitchen ist in aller Munde. Verschiedene Apps und Gadgets gibt es schon, die den Wunsch des Kunden nach mehr Komfort unterstützen. Wie stellen Sie sich in diesem Bereich auf?  

Einen echten Mehrwert für Kunden im Bereich Smart Home zu bieten ist nicht immer ganz einfach, ohne dass es mehr ein Gadget als ein echter Mehrwert ist. Wir versuchen uns auf Themen zu konzentrieren, welche die Kunden bewegen und wo wir auf unsere Expertise zurückgreifen können. Die Konnektivität zwischen Abzugshaube und Kochfeld und die ganzen Thematiken um das Thema saubere Luft stehen dabei für uns im Vordergrund. 

In der Corona-Krise haben wir erlebt, dass viele Menschen ihr Zuhause wieder neu entdeckt haben. Das Zuhause wurde verschönert und viel wichtiger, es wurde wieder mehr gekocht.  Wie haben Sie als Hersteller diese Entwicklung der letzten Monate wahrgenommen?  

Ich denke, für viele Firmen in unserer Industrie war es in den letzten Monaten sicherlich nicht ganz einfach, speziell wenn ich an die Monate April und Mai denke. Jedoch sehen wir, dass sich Kunden – weil sie ja gezwungen waren mehr zu Hause zu sein – vermehrt Gedanken machen, was sie eigentlich zu Hause wirklich haben möchten und entscheiden sich allenfalls vermehrt in ihr Eigenheim zu investieren.

In diesem Hinblick sehen wir im Moment ein starkes Aufholen zu dem, was wir in den letzten Monaten erlebt hatten. Ich denke, dass sich die Wichtigkeit in Bezug auf was ein Eigenheim oder das Zuhause an sich leisten soll nachhaltig verändert hat. Und natürlich werden wir dabei versuchen, unseren Kunden interessante Lösungen zu bieten. 

 © FrankeBarbara Borra ist seit 2019 bei Franke. Vor ihrem Eintritt war sie als CEO EMEA der Fontana Group tätig. Davor arbeitete sie zehn Jahre bei Whirlpool, unter anderem als Vice President der Global Food Preparation Category und als General Manager für die chinesischen Niederlassungen. Weitere Arbeitsstationen waren Rhodia und General Electric, wo sie verschiedene Managementpositionen innehatte. Barbara Borra ist ein unabhängiges Vorstandsmitglied bei Brembo und Aufsichtsratsmitglied bei Randstad. Sie absolvierte an der Polytechnischen Universität Turin in Italien das Studium der Chemieingenieurwissenschaften. Zudem besitzt sie einen MBA von INSEAD in Fontainebleau, Frankreich. 

Autor: Bernadette Trepte

Schreiben Sie den ersten Kommentar
Weitere Artikel
Alle zeigen