standard.search Switch to english
Ihr Netzwerk
Präsentieren Sie sich im professionellen Firmen-Netzwerk
Finden Sie relevante Kontakte und Produkte
Generieren Sie hochwertige Leads
14. Nov 2018

Starke Alternative: Leichtbau-Möbel

Für den Möbelbau bringen innovative Leichtbauplatten eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich: Große Möbelflächen bei geringem Gewicht, enorme Stabilität und weniger Kosten für Produktion und Transport. Sie eröffnen Herstellern außerdem neue Wege im Design, sind umweltfreundlich und sparen Ressourcen.

Nachdem sie sich bereits seit längerem im Messebau bewähren, erschließen moderne Leichtbauplatten neue Möglichkeiten für Möbelbau und Design. So können Hersteller durch die Leichtbauweise zum Beispiel Schränke mit extragroßen Türen oder meterlange Tische und Schiebetüren produzieren, deren Dimensionen mit massiven Materialien nicht realisierbar wären. Die Platten halten großer Belastung stand und haben bei starker Beanspruchung eine längere Lebensdauer als Spanplatten.

Waben, Stege oder Polymerschaum im Inneren

Die vielseitigen Leichtbauplatten sind im Sandwichsystem aufgebaut. Sie bestehen aus dünnen Deckschichten aus lackiertem Kunststoff oder Pappe, die mit Furnier und anderen Oberflächenmaterialien beklebt werden können. Der größte Teil ihres Volumens besteht aus Luft – durch ihre innere Struktur mit senkrechten Stegen oder Wabenkonstruktionen aus Pappe und Papier erreichen sie so mit wenig Material eine hohe Festigkeit. Eine andere Variante hat ein Innenleben aus leichtem Kunststoffschaum mit oder ohne Holzspäne als Füllmaterial. Trotz ihres geringen Gewichts sind Leichtbauplatten ähnlich stabil wie Massivholz, weitere Vorteile für den Möbelbau liegen auf der Hand: Die Platten sind nicht nur extrem leicht, vergleichsweise günstig und sehr variabel einsetzbar, sie sparen zudem Ressourcen wie den Rohstoff Holz, der immer teurer wird. Dadurch stellen sie eine zukunftsorientierte Alternative dar.

Ähnlich stabil wie Massivholzplatten

Seit einiger Zeit sind auch größere Bauteile für die Leichtbauweise erhältlich. Sie lassen sich mit einem Rahmen aus Spanplattenleisten verarbeiten, so dass nur das Zentrum aus dem leichten Material besteht. Beschläge können am Rand wie in einer massiven Spanplatte befestigt werden. Einige Hersteller versuchen ganz auf die Spanplatten-Elemente zu verzichten und dadurch das Gewicht weiter zu reduzieren. In diesem Fall werden neue Verbindungstechniken wie etwa Klebedübel an der Deckschicht gebraucht.

Umweltfreundlichkeit punktet beim Endkunden

Neben dem geringeren Rohstoffverbrauch in der Produktion können Hersteller durch Leichtbau auch Logistikkosten sparen. Ein geringerer Kraftstoffverbrauch beim Transport von Platten, Elementen und Möbelstücken in Leichtbauweise kommt darüber hinaus der Umwelt zugute. Dieser Mehrwert nützt wiederum dem Image des Unternehmens, denn Umweltfreundlichkeit wird von vielen Endkunden positiv bewertet. ((Link zum ambista Artikel „Neo-Ökologie ist Megatrend bei Möbeln))

Verborgene Kabel und XXL-Regalböden

Für das Design bietet die Leichtbauweise weitere Vorteile. Im Inneren der Platten oder Module lassen sich Kabel unsichtbar unterbringen, ohne dass Löcher gebohrt werden müssen. In den Hohlräumen können Hersteller außerdem LED-Beleuchtungen für das Möbelstück integrieren. Schwebende Türen oder überlange Regalböden, die sich nicht durchbiegen und größeren Lasten standhalten, eröffnen weitere Gestaltungsmöglichkeiten. Bei Schränken kann man beispielsweise Türen in Leichtbauweise mit Einlegeböden aus Massivholz kombinieren.

Kostensparende Möbelkonstruktionen möglich

Ebenfalls ressourcenschonend sind andere Formen der Leichtbauweise von Möbeln, bei denen Hersteller und Designer spezielle Strukturen wie Gitter oder Stützen einsetzen. Diese sorgen für ein hohes Maß an Stabilität bei geringem Materialeinsatz, setzen aber eine längere und intensivere Entwurfsarbeit voraus als die unkomplizierte, kostensparende Möbelkonstruktion mit Leichtbauplatten.

Bis zu 60 Prozent leichter als Spanplatten

Mit einem Drittel weniger an Material und Gewicht kommt die Beeck Leichtbauküche aus. Erreicht wird dies durch ein Hybridverfahren aus dem patentierten Kettboard-Konzept mit Stegen, Sandwichplatten mit Wabenstruktur von Renolit sowie schmalen Bauteilen aus Spanplatten. Ein Kartonwabenkern aus Recyclingpapier macht die Eurolight Leichtbauplatte von Egger sogar bis zu 60 Prozent leichter als entsprechende MDF- oder Spanplatten. Die Vomo Leichtbauplatten sind ebenfalls mit einer Papierwabentechnik ausgestattet. Es gibt sie funiert und auf Wunsch mit fertig eingesetzten Beschlägen. ThermHex dagegen produziert Wabenstrukturen aus Polypropylen als Kernmaterial für Leichtbau-Sandwichelemente. Die Mittelschicht der kunststoffverstärkten „Kaurit Light“ Platte von BASF und Swiss Krono besteht aus einem aufgeschäumten Polymer mit Holzspänen. Eine spezielle Stützkantentechnolgie zeichnet die Leichtbauteile der Hunger Möbelproduktion aus. Das Verfahren wurde zur maximalen Gewichtseinsparung entwickelt. Auch eltec bietet flexible Verbundplatten an, die zur Fertigung von leichten Möbelteilen, Möbelfronten und Elementen für den individuellen Innenausbau geeignet sind.

Bei der Herstellung von Möbeln und im Messebau ist die Leichtbauweise eine zukunftsorientierte und preiswerte Alternative zu MDF- oder Spanplatten. Der Transport von ressourcensparenden Leichtbaumöbeln ist einfacher und umweltfreundlicher, ihre Montage unkompliziert. Außerdem bieten Leichtbauplatten völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten.  

Produkte

MDF/HDF

von SWISS KRONO

Free form elements

von Eltec Elemente-Technik für Möbel und Innenausbau GmbH
Schreiben Sie den ersten Kommentar
Weitere Artikel
Alle zeigen