21. Jun 2019

Millionen-Förderung für Design-Plattform Okinlab

Die Europäische Union investiert im Rahmen des EU-Innovationsprogramms „Horizont 2020“ zwei Millionen Euro in das Startup Okinlab. Das Saarbrücker Unternehmen ist Anbieter des Online-Konfigurators form.bar. Mit dem Tool können Nutzer individuelle Möbel entwerfen und diese dann anschließend von einer örtlichen Tischlerei auf Maß anfertigen lassen.

Bereits im Jahr 2016 konnte Okinlab die Jury des Deutschen Gründerpreises von seinem Konzept überzeugen. Zwar landete das Startup damals nicht auf dem Siegertreppen, eine deutschlandweite Bekanntheit folgte dennoch.

Finanzielle Unterstützung durch EU

Nun macht Okinlab mit einer Förderung durch die Europäische Union erneut auf sich aufmerksam. Im Rahmen des "EU-Innovationsprogramms „Horizont 2020“erhielten die Gründer Nikolas Feth und Alessandro Quaranta sowie ihr derzeit 20-köpfiges Team eine Finanzspritze in Höhe von zwei Millionen Euro.

Die Jury lobte das „große Potenzial“ des Geschäftsmodells mit einem enormen Netzwerk-Effekt sowie das gute Timing der Innovation inmitten des weltweiten Trends zur Individualisierung von Produkten. Mit dem frischen Investment plant das Möbelunternehmen den Design-to-Production-Prozess zu optimieren.

Internationalisierung und Ausbau des Netzwerks

Außerdem soll Geld in die Internationalisierung fließen. „In den kommenden fünf Jahren wollen wir die führende Plattform für individuelles Möbeldesign und Möbelfertigung in Europa werden“, sagt Alessandro Quaranta.

Konkret geplant ist eine Verzehnfachung des Jahresumsatzes sowie der Ausbau des vorhandenen Schreiner-Netzwerks sind geplant, das zurzeit aus über 80 regionalen Schreinern und Tischlern besteht.

Bisher kommen die meisten Bestellungen noch aus Deutschland. Darüber hinaus hat das Startup Kunden in Dänemark, Frankreich, Holland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz.

Angetreten gegen rund 2.000 Konkurrenten

In einem mehrstufigen Auswahlverfahren mussten sich die Saarländer gegen rund 2.000 Konkurrenten durchsetzen und am Ende vor einer Experten-Jury in Brüssel bestehen; in der Regel werden weniger als vier Prozent der Anträge bewilligt. Neben Okinlab wurden in der jüngsten Runde unter anderem Krebs- und Parkinson-Forscher sowie ein Projekt zur effektiveren Datenverschlüsselung gefördert.

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