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04. Feb 2019

Minimalismus: der Design-Trend

Die Digitalisierung wirkt sich direkt auf das Wohnumfeld aus: Schwere und voluminöse Einrichtungsgegenstände verschwinden, ein Trend zur luftigen und leichten Möblierung zeichnet sich ab in der Branche. Viele Konsumenten bevorzugen minimalistische Möbel und eine klar strukturierte Gestaltung als Ruhepol in digitalen Zeiten – dies bestätigt ein Besuch auf der imm cologne 2019.

Digitales verändert die analoge Wohnwelt

Beim Rundgang durch die Messehallen der imm cologne 2019 war an zahlreichen Ständen ein Trend zur minimalistischen Gestaltung zu erkennen: Kleine Polstermöbel auf zierlichen Metallbeinen, einfarbiges Design in klaren Farben, offene Wohnwände, die Bücherregale ersetzen und sehr reduzierte Leuchten oder Stausysteme. Das Motto „Weniger ist mehr“ scheint allgegenwärtig.

Woher aber kommt diese Entwicklung? Die alle Lebensbereiche durchdringende Digitalisierung spielt auch beim Thema Möbel und Einrichtung eine immer größere Rolle. Wenn heute tausende Bücher auf einem Smartphone gespeichert werden können und ein mp3-Player die klassische Stereoanlage ersetzt, verschwinden mit der Zeit großflächige Schrankwände oder Bücherregale im Wohnzimmer oder im Home-Office. Stattdessen bringen Hersteller wie Team7 sogenannte Wohnwände auf den Markt. Dabei handelt es sich um hohe Wandmodule aus Holz mit kleinen integrierten Ablageflächen, auf denen man einige ausgewählte Souvenirs, ein schön gestaltetes Lieblingsbuch oder einzelne Deko-Gegenstände platzieren kann.

Gestaltung ohne überflüssige Ornamente

Als Ausgleich zur ständigen Reizüberflutung durch Internet und digitale Medien wünschen sich viele Menschen eine klar strukturierte Umgebung. So wird Stauraum durch Ausstellungsflächen ersetzt oder präsentiert sich äußerst minimalistisch. Ein Beispiel dafür ist das Regalsystem DSH 10 aus dem Programm von Richard Lampert. Es besteht aus schlanken Stahlrohrleitern, die Regalböden, Rückwände oder Schrankelemente aufnehmen. Leuchten, die in das reduzierte Gesamtbild passen, überzeugen durch minimalen Materialeinsatz bei maximaler Wirkung, wie etwa die Serie „Méditerranéa“ der jungen französischen Möbelmarke Petite Friture. Durch das feine, geometrisch durchbrochene Metall des Leuchtenkopfs dringt ein dynamisches und dabei dekoratives Licht.

Die pure Ästhetik des Produkts steht im Mittelpunkt

Auch die Möblierung des Raums mit Sitzgelegenheiten und Tischen gestaltet sich luftiger: Polstermöbel stehen auf schmalen Stahlrohrbeinen oder setzen als kompakte, skulptural wirkende Sessel Akzente durch klare Farben und hochwertige Materialien. Riesige Sitzlandschaften aus Sofa- und Sesselkombinationen sind dagegen seltener geworden. Dennoch kommen Komfort und Bequemlichkeit nicht zu kurz, beispielsweise bei „Astair“ von Ligne Roset, einer zeitgemäß überarbeiteten Variante des traditionellen Ohrensessels. Auf dem Stand von e15 kontrastierten geradlinige Polstermöbel in den Unifarben Blau und Orange auf naturfarbenen Teppichen neben schnörkellosen länglichen Tischen.

Ausgesuchte Einzelstücke bestimmen das Bild

Äußerst reduzierte Sitzgelegenheiten wie der „Paper“ Chair von Desalto aus dünnem glasfaserverstärkten Kunststoff sind optisch sowie vom Gewicht her leicht und bieten dennoch hohen Sitzkomfort. Der Trend zur Leichtigkeit setzt sich im Outdoorbereich fort, beispielsweise mit dem „Maraca“ Liegenstuhl von ames, bespannt mit Textilien im klaren Blockstreifenmuster. Bei den Tischen zeichnet sich eine Tendenz zu kleinen mobilen Exemplaren ab wie der Serie MR 515 von Thonet mit transparenten runden Glasplatten oder „Podia“ von horgenglarus aus Massivholz auf einem zurückhaltendem Metallgestell. Schlichte und dabei schöne Solitäre wie „Lola“ von Schönbuch machen eine gute Figur als Flurgarderobe oder Raumtrenner.

Das Dekor des Wollteppichs „Slope“, entworfen von Trendsetterin Hella Jongerius für den dänischen Textilhersteller Kvadrat, wirkt durch innovative Schlichtheit. Der Farbverlauf der Streifen verblasst von einem Rand zum anderen, so als ob ein Pinselstrich nicht ausreicht, um die ganze Linie mit Farbe zu füllen. Im Bereich der Badezimmermöbel treibt Designer Stefan Diez den Trend zum Minimalismus mit seinem neuen System „rgb“ für burgbad auf die Spitze: An den vertikalen Trägerprofilen lassen sich transparente Glaselemente zu Containern ganz ohne Rückseite kombinieren, da ihre Seitenwände fest vor die Wand montiert werden. Die ideenreiche Messeneuheit ist das Ergebnis intensiver Entwicklungsarbeit und einer engen Kooperation zwischen Hersteller und Gestalter.

Der Trend zur reduzierten Möblierung schränkt die Möglichkeiten von Herstellern, Innenarchitekten und Designern also keineswegs ein. Das Gegenteil ist der Fall – gerade bei minimalistischem Design zahlen sich Detailtreue und gute Planung aus und eröffnen neue Tätigkeitsfelder, auch für den Handel.

 

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