28. Okt 2020

Neue Arbeitswelt dank technischem Fortschritt

New Work ist kein Buzzword mehr, sondern gelebte Realität. Flexibles, ortsunabhängiges Arbeiten ist der Alltag und fordert Unternehmen in vielen Hinsichten heraus. Ein Faktor, dem Rechnung getragen werden muss, ist das Thema Technik.

Arbeiten „on remote“ 

„Remote Work“ ist ein unaufhaltsamer Trend. Ortsunabhängiges Arbeiten hat im Zuge der jüngsten Ereignisse an Bedeutung gewonnen. Digitale Lösungen und moderne Kommunikationstools helfen Projektteams in Unternehmen heute dabei, Arbeitsprozesse zu vereinfachen und Teammitglieder von Routineaufgaben zu entlasten.

Neben Video-Konferenzen via Zoom oder Microsoft Teams arbeiten Technologie-Konzerne mit Hochdruck an neuen Lösungen, die den Arbeitsalltag erleichtern und das „Remote-Arbeiten“ verbessern. Die Effizienz der Arbeitsprozesse steht dabei immer auch im direkten Zusammenhang mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter.  

Unternehmen wie T-Systems haben im Rahmen ihres ganzheitlichen Strategieansatzes Lösungen konzipiert, die ein modernes Arbeitsumfeld mit neuen Technologien verknüpfen. Ein Beispiel dafür ist die Mitarbeiter-App Coyo. Mittels der mobilen App können offizielle Mitteilungen unternehmensweit verteilt, Teamkollaborationen verbessert, Wissensmanagement gefördert oder direktes Messaging zwischen Kollegen in Echtzeit auf einer Plattform gebündelt werden.

Der direkte Austausch via App ist schnell, effizient und trotz Distanz persönlicher als per E-Mail. Die Informationen und Neuigkeiten werden ad hoc per Push-Nachricht mittels zugehöriger Mitarbeiter-App auf die mobilen, aber auch privaten Endgeräte verteilt.

Ein anderes Beispiel ist Zero Trust. Wenn der Arbeitsplatz von heute auf morgen in die eigenen vier Wände „verlagert“ wird, ändern sich schlagartig auch die Business-Anforderungen: Mitarbeitern muss schnell und unkompliziert einen Zugriff auf die Unternehmensanwendungen aus dem Homeoffice garantiert werden.

Der sichere Remote Access Zero Trust macht das möglich, ohne zusätzliche Hardware anzuschaffen, eine VPN-Verbindung einzurichten oder die Internetbandbreite zu erhöhen.

#Employeefirst: Ein Social Intranet kann der zentrale Bestandteil des digitalen Arbeitsplatzes sein, jedoch muss sich dieser an den Bedürfnissen seiner Mitarbeiter orientieren. Das ist der Ansatz der Mitarbeiter-App Coyo. © Coyo

Die Wiedergeburt des Phablet 

Smartphones sind unsere ständigen Begleiter durch den Alltag. Nicht selten nutzen wir sie für private, aber auch für berufliche Zwecke gleichzeitig. Schnell einen Video-Call im Auto auf dem Parkplatz durchführen oder eine Arbeits-E-Mail aus dem Supermarkt verschicken: Die neuste Technik macht es möglich.

Wenn ein Smartphone aber immer mehr Arbeitsfunktionen übernehmen muss, wird der kleine Handy-Display oder eine fehlende, haptische Tastatur manchmal auch zum Nachteil. Samsung hat auf die neuen Anforderungen des modernen Arbeitens reagiert und mit dem Galaxy Z Fold 2 ein faltbares Klapp-Smartphone auf den Markt gebracht.

Mit einem großen ausklappbaren Display auf der Innenseite und einem nahezu randlosen Bildschirm im zusammengeklappten Zustand, erfüllt das neue Tool die Funktionen eines „Phone + Tablet“ und macht das Arbeiten von unterwegs wesentlich leichter. 

Phablets sind aber nicht neu. Den Begriff prägte unter anderem der Hersteller Rim mit seiner Marke Blackberry. Die Smartphones von Blackberry, die bis heute mit einer echten Tastatur vermarket werden, wurden lange aus verschiedenen Gründen tot gesagt.

Ein neuer Lizenznehmer, Onward Mobility, will das mit einem Produkt-Relaunch 2021 ändern: Das neue Smartphone von Blackberry soll nicht nur eine Tastatur und 5G-Unterstützung mitbringen – es soll auch über die höchsten Sicherheitsstandards verfügen, für die das Gerät seit seinem Launch 1999 in der Arbeitswelt bekannt war.  

Das Galaxy Z Fold 2 von Samsung orientiert sich am Design der aktuellen Galaxy Note 20-Serie. Auf der Innenseite findet der User das große AMOLED-Display mit 7,6 Zoll und einer Bildwiederholrate von 120 Hertz. Auf der Außenseite, also auf der Vorderseite im zusammengeklappten Modus, befindet sich der 6,2 Zoll große Bildschirm. © Samsung

Kabellos glücklich – laden durch Induktion 

Wir sind von ihm abhängig – dem Ladekabel. Unterwegs im Rucksack, am Arbeitsplatz, neben dem Bett oder unter der Couch sind nicht selten ganze Ladestationen zu finden, die regelmäßig unsere Smartphones, Tablets oder Laptops mit einer Stromquelle verbinden.

Dass das nicht sein muss, zeigte Ikea: 2015 launchte das Unternehmen eine Arbeitsleuchte mit einer Ladefläche im Fuß. Seitdem hat sich viel verändert. Beispielsweise bietet der Möbelhersteller New Tendency aus Berlin sein Arbeitstischsystem Masa mit induktiver Ladefunktion an und Möbelmanufakturen wie Barks launchen mit Woodcharge Hocker und Couchtische inklusive Wireless Charger.  

Die Basis ist das Induktionsprinzip, das man bereits aus vielen alltäglichen Situationen kennt. Das Induktionsmodul im Möbel wird aktiv, sobald sich ein kompatibles Gerät, beispielsweise das Smartphone, auf der Ladefläche befindet. Nach dem vollständigem Ladevorgang gehen beide Geräte in den Standby Modus. Wenn ein Smartphone, Tablet oder Wearable nicht von Haus aus zum induktiven Laden fähig ist, kann es für das Wireless Charging jedoch nachgerüstet werden.

Auch die Investition in einen neuen Arbeitstisch ist nicht zwingend erforderlich: Man kann seinen alten Schreibtisch auch durch Qi-Pads „pimpen“ und so zu einem Arbeitsplatz inklusive Ladefunktion umrüsten. Die notwendigen Qi-Module gibt es von verschiedenen Herstellern. 

Kein Kabelsalat und keine unterschiedlichen Stecker mehr: Die Möbelmanufaktur Barks fertigt Möbel mit integrierter Induktionstechnologie zum kabellosen Laden für Smartphones, Tablets und Smartwatches an. © Barks Möbel

Technischer Wandel als Impulsgeber 

Die Digitalisierung, Konnektivität und Globalisierung sowie der demographische Wandel sind unter anderem die Ursachen für die Veränderungen der Arbeitswelt. Immer mehr stellt sich die Frage, wie wir mit der neuen Arbeitsrealität umgehen wollen. Ein Faktor, der das Arbeitsumfeld massiv mitgestaltet, sind die Entwicklungen in der Technik.

Technische Lösungen fördern das Wohlbefinden von Mitarbeitern beim „Remote-Arbeiten“ und die neusten Standards im Bereich Smartphone, Hardware und Software fördern die Flexibilität und Mobilität von Projektteams nachhaltig. An eine Rückkehr zu alten Arbeitsverhältnissen ist nicht mehr zu denken. 

Autorin: Bernadette Trepte

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