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27. Jun 2018

Geschäftsmodell: Roomovo vermietet Möbel

Eine Couch oder eine Kommode auf Zeit bekommt man bei Roomovo. Das Startup aus Wetzlar bietet ein Mietsystem für Möbel an – und liegt damit voll im Trend. Schließlich ist Miet-Commerce in vielen Bereichen gerade angesagt. In der Möbelbranche ist Roomovo allerdings ein Vorreiter.

Gründer Christophe Vermeersch setzt bei seinem Geschäftsmodell auf zwei Komponenten. Zunächst werden die Möbelstücke günstig bei Herstellern und Großhändlern eingekauft. Anschließend vermietet der Solo-Entrepreneur jedes Teil zwei- bis dreimal, bis es abbezahlt ist.

Die günstigen Preise werden dabei – inklusive einer gewissen Marge – an die Kunden weitergegeben. Ist das Möbelstück schließlich abbezahlt, wird es gebraucht verkauft.

So funktioniert Roomovo

Für den Kunden sieht der Mietprozess folgendermaßen aus. Zunächst sucht er auf der Website von Roomovo nach der passenden Einrichtung und wählt anschließend die voraussichtliche Mietdauer. Dabei gilt: Je länger man ein Möbelstück mietet, desto günstiger wird die monatliche Miete.

Nach der Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats für die Kaution und die monatlichen Zahlungen, wird mit dem Kunden ein Liefertermin vereinbart. Die Montage ist inklusive; bei der Lieferung wird der Zustand der Einrichtungsgegenstände festgehalten. Vor Ablauf der Mietdauer hat der Kunde die Wahl, ob er seinen Vertrag verlängern oder kündigen möchte. Es ist außerdem möglich, früher zu kündigen.

Bei einer kürzeren Mietdauer wird ihm allerdings die Differenz der zu entrichteten Mietzahlungen in Rechnung gestellt. Weiterhin bietet Roomovo die Option, die geliehenen Möbelstücke zu kaufen.

Möbelkonsum neu definiert

In Großstädten sind die Mieten für möblierte Wohnungen im Vergleich zu unmöblierten deutlich teurer. Darüber hinaus ist der Kauf von Möbeln mit hohen Kosten verbunden ebenso wie deren Einlagerung oder Transport bei einem Umzug.

Roomovo rechnet sich daher besonders für Studenten, die während ihres Studiums häufiger umziehen müssen, aber auch für Arbeitnehmer, die befristet an einem anderen Standort arbeiten müssen. Hinzu kommen Personengruppen, die ihre Möblierung aus anderen Gründen kurzfristig verändern möchten. Auch dem Wunsch, bewusster und nachhaltiger zu konsumieren, wird Roomovo gerecht.

Startup sucht nach Investoren

Roomovo plant, bereits Anfang 2019 in ganz Deutschland auszuliefern. Darüber hinaus will das Unternehmen künftig direkt beim Hersteller einkaufen, um Kosten zu reduzieren. Auch eine erste Finanzierungsrunde soll demnächst anstehen. Dann soll sich auch strategisch und operativ einiges ändern, damit das Startup gesund wachsen kann.

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