Aktuelle Umfrage

Online-Shopping beliebter als Einkaufen im stationären Handel

Egal wann, wo oder zu welcher Zeit – mit ein paar Klicks ist der Kauf im Internet schnell getätigt. Diese Bequemlichkeit schätzen auch die Online-Shopper. Jeder Dritte (77 Prozent) findet die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten besonders attraktiv. Ebenfalls jeder Dritte (75 Prozent) sagt, dass vor allem die Warenlieferung bis an die Haustür ein wichtiger Vorteil des digitalen Handels ist. 67 Prozent sehen einen Gewinn in der Zeitersparnis, etwa dadurch, dass man sich die Parkplatzsuche und das Schlange stehen an der Kasse spart. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern.

09. Jan 2018

Zeitersparnis ist ein wichtiger Vorteil

„55 Millionen Bundesbürger haben im vergangenen Jahr online eingekauft. Diese Zahl spricht für sich und zeigt, dass der Online-Handel die Menschen dort abholt, wo sie stehen. Nach Feierabend noch bequem Lebensmittel bestellen, sich am Wochenende nicht durch volle Fußgängerzonen quälen müssen – dank Online-Shopping ist das alles kein Problem“, so Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga.

Jüngere schätzen die größere Auswahl

Auch die größere Angebotsvielfalt ist ein Trumpf: Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) glaubt, dass er im Online-Shop Produkte kaufen kann, die er im stationären Handel nur schwer oder überhaupt nicht bekommt. Besonders die jüngere Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ist davon überzeugt (68 Prozent). 55 Prozent aller befragten Online-Shopper glauben zudem, dass die Produkte im Internet günstiger sind als im Laden.

Rückgaberecht ist Trumpf beim Online-Handel

Etwa jeder Vierte (23 Prozent) schätzt außerdem die unkomplizierte Möglichkeit, vom Online-Kauf zurückzutreten. Im Gegenteil zum Kauf im stationären Handel hat der Kunde nämlich das Recht dazu. Zwar bieten auch einige Geschäfte ein eigenes Umtausch- oder Rückgaberecht an – dies ist jedoch freiwillig und liegt im eigenen Ermessen des Händlers. 22 Prozent kaufen online in erster Linie, weil es in der Nähe ihres Wohnorts keine oder nur wenige Läden gibt. Das ist ein häufiger Beweggrund für Bewohner kleiner Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern.

Deutschland ist drittgrößter Online-Möbelmarkt

Gut zu wissen: Auch der Möbelkauf im Internet nimmt langsam Fahrt auf. Im vergangenen Jahr erwarben die Deutschen für 3,7 Milliarden Euro Möbel und Haushaltswaren im Online-Handel. Dies entspricht einem Wachstum von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist Deutschland der drittgrößte Online-Möbelmarkt weltweit nach China (44,9 Milliarden Euro), den USA (25,6 Milliarden Euro), Großbritannien (7,4 Milliarden Euro) und Japan (4,6 Milliarden Euro). Diese Ergebnisse gehen aus einer Marktanalyse von Statista und deren Tochter Ecommerce DB hervor. Deren Analysten prophezeien ein jährliches Wachstum von zehn Prozent für die nächsten fünf Jahre, wodurch das Umsatzvolumen des deutschen Online-Möbelmarkts im Jahr 2021 bei 5,9 Milliarden Euro liegen soll.

Die Top-Player im Online-Möbelhandel

Gute Voraussetzungen also für die Einrichtungsbranche. Dennoch sind vor allem Gemischtwarenhändler und solche mit Versandhandelsherkunft unter den fünf größten Playern im Internet. Zu den Top 5 gehörten im Jahr 2016 – gemessen am jeweiligen Netto-Umsatz – die Unternehmen Otto (689 Millionen Euro), Amazon (320 Millionen Euro), Ikea (186 Millionen Euro), Home24 (170 Millionen Euro) und Tchibo (103 Millionen Euro). Insgesamt 26 auf Möbel spezialisierte Unternehmen erwirtschafteten im vergangen Jahr einen E-Commerce-Nettoumsatz von jeweils mehr als zehn Millionen Euro. Dazu zählten in erster Linie stationäre Händler wie Ikea, Mömax, Roller und Höffner.

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