20. Sep 2019

Skai Design Lab: Design per Maus-Klick

Individualisierung und Digitalisierung sind neue Megatrends in der Objekteinrichtung. Im Urlaub und auf Geschäftsreisen suchen Menschen nach Unterkünften, die ihrem persönlichen Geschmack nahekommen und ihrem Wunsch nach Komfort entsprechen. Um aus der Masse herauszustechen, setzen immer mehr Design- und Boutique-Hotels sowie Serviced Apartments auf einen unverwechselbaren Stil, der sich am Puls der Stadt und der Umgebung orientiert. Wie man große Flächen, Räume und eine Vielzahl von Zimmer individuell gestalten kann, zeigt das Unternehmen Continental mit dem „Skai Design Lab“. 

Den Kunden im Blick

Kleine Details machen den Unterschied: Früher war es das Einstecktuch im Anzug oder das Monogramm am Hemdkragen, das einem Outfit und dem Anzugträger das „Gewisse etwas“ verleihen konnte und ihn durch den individuellen Kniff aus der Masse herausstechen ließ. 

Heute sind immer mehr Produkte individualisierbar, und zwar ohne, dass die Kosten dafür an den Käufer weitergegeben werden. Möbel, Fahrräder, Turnschuhe – durch die zunehmende Vernetzung von Produktionsverfahren ist es möglich, dass am Ende einer Wertschöpfungskette personalisierte Produkte entstehen. Online-Konfiguratoren haben den Markt revolutioniert und das „Besondere“ für jeden besonders greifbar gemacht. 

Dieser Trend ist auch im Objektbereich angekommen. Der hart umkämpfte Markt für Hotels und Serviced Apartments boomt und ein Ende ist nicht in Sicht. Um bei der Fülle an Angeboten noch ins Auge zu fallen, orientieren sich Anbieter immer mehr an aktuellen Wohn- und Designtrends. 

Bei der Gestaltung von Hotelzimmern und Apartments steht der Kunden mit seinen persönlichen Ansprüchen im Vordergrund. Oberflächenspezialisten von Continental haben diese Entwicklung erkannt und einen Konfigurator namens „Skai Design Lab“ für Digitaldruck auf Skai Kunstleder entwickelt. 

„Wir beschäftigen uns schon fast vier Jahre mit dem Digitaldruck auf Kunstleder,“ erklärt Elmar Zschau, Head of Architect Relations und Surface Solutions bei Continental. „Sowohl Gespräche mit Architekten, Innenarchitekten und Verarbeitern, als auch der zunehmende Trend zur Individualisierung zeigen den Bedarf an einer solchen Lösung. Die Nachfrage nach individuellem Design, nicht nur im Interior-Bereich, wächst kontinuierlich.“ 

Webbasierte Lösung für individuelles Design

Einfach registrieren, Passwort abwarten und loslegen. Mehrere Tausend Designs stehen bei „Skai Design Lab“ online zur Verfügung und können den eigenen oder den Kundenwünschen nach angepasst werden. Falls man in der umfassenden Datenbank nicht fündig wird, kann man auch eigene Designs hochladen und bearbeiten. 

Die einzelnen Muster sind verschlagwortet, das heißt, man kann nach Stichworten wie „Streifen“, „Blumen“ oder „Rauten“ suchen und erhält sofort eine Auswahl. Diese lässt sich mit einem Klick aufrufen und Farbe, Größe und Rapport anpassen. Das ist aber nicht alles: Bei „Skai Design Lab“ geht es auch um absolute Farbtreue. 

Weil kaum ein Rechner sauber kalibriert ist, gibt es 720 Farben im LAB-Format als Fächer zum Versand. Steht das Design erstmal, können die ausgewählten Muster auf zwei unterschiedliche Materialqualitäten mit je drei verschiedenen Prägevarianten gedruckt werden.

„Skai Design Lab“ bietet vor allem Architekten, Innenarchitekten, Planern und Designern einen echten Mehrwert. Die technische Innovation macht es leichter, eigene Ideen schneller zu entwickeln und effizienter zu gestalten. 

Dem Kunden können kostengünstig mehrere Muster zu Gestaltung der Räume einfacher gezeigt werden und die selbst kreierten Entwürfe und das gewünschte Farbkonzept können bei gewünschten Änderungen direkt nach dem Meeting am PC angepasst werden. Der Aufwand hält sich so sehr gut in Grenzen – dank flexibler Digitalisierung und Automatisierung.

Digitale Zukunft 

Bereits die Weltleitmesse für Möbelfertigung und Innenausbau interzum zeigte mit der Edutainment-Fläche zum Thema Digitaldruck, wie die Zukunft aussehen könnte. Aber das ist erst der Anfang: „Die Entwicklung des Tools bei unserem amerikanischen Partner hat ungefähr zwei Jahre gedauert und unsere Umsetzung bis zur aktuellen Lösung noch einmal knapp ein Jahr. 

Wir wollen das Tool künftig auch für weitere Materialien wie Folien nutzen. Außerdem kann es die Vorstufe einer On-Demand-Produktion sein“, so Zschau weiter. 

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