10. Dez 2018

Skandinavisches Design: Nordisch by Nature

Sanfte Farben, klare Formen, natürliche Werkstoffe – das sind wohl die entscheidendsten Stilelemente, mit denen nordisches Design weltweit die Herzen von Design-Fans erobert hat. Der Trend zu Einrichtungsgegenständen mit feiner Zurückhaltung und größtmöglicher Naturnähe ist ungebrochen – kein Wunder, dass neben Marken wie Fritz Hansen, Muuto oder String Furniture Design-Labels wie Normann Copenhagen, Swedese und Northern die internationale Einrichtungsmesse imm cologne erstmalig als Plattform gewählt haben.

Schweden lässt Grüßen - Swedese

Schon vor IKEA hielten schwedische Möbel Einzug in deutsche Wohnzimmer. In den 50er- Jahren entwickelte sich in Skandinavien eine ganz eigene Formsprache der Moderne. Die Idee war es, funktionale Möbel mit schlichtem Design für Alle erschwinglich zu machen. Das Unternehmen Swedese, das 1945 im südschwedischen Vaggeryd gegründet wurde, steht genau in dieser Tradition. Yngve Ekström, einer der Unternehmensgründer, gehört neben dem Finnen Alvar Aalto und dem Dänen Arne Jacobsen zu den Designern, die skandinavisches Design auf der ganzen Welt bekannt machten. Der Lamino-Sessel von Swedese, der 1956 erstmal als Neuheit international vorgestellt wurde, schrieb beispielweise Designgeschichte und wird heute immer noch in Schweden produziert.

Ein bißchen Hygge - Normann Copenhagen

Denkt man an dänisches Design, dann fallen einem außer Arne Jacobsen noch Möbeldesignern wie Hans Wegner oder Børge Mogensen ein – um nur ein paar zu nennen.

Dänische Möbel und Wohnaccesoires sind schlichte und flexible Alleskönner mit hohem Anspruch an Design und Material. Genau mit diesem Vorsatz haben Jan Andersen und Poul Madsen vor elf Jahren die Marke Normann Copenhagen gegründet. Die Produktpalette umfasst eine breite und ständig wachsende Kollektion von Möbeln, Leuchten, Textilien und Wohnaccessoires, die mehrmals mit Design-Preisen ausgezeichnet wurden. Ihren ersten großen Erfolg feierten die Dänen kurz nach der Gründung mit einer Neuauflage der Lampe „Norm 69“ – eine Hängeleuchte zum Selberbauen, designt von Simon Karkov. Seitdem gab es zahlreiche erfolgreiche Kooperationen, die auch das Objektgeschäft einschließen: Beispielweise konzipierte das Label eine neue Flughafen-Lounge im Terminal 2 des Kopenhagener Flughafen.

Einfach Northern

Auch wenn Norwegen im puncto Design in der Vergangenheit nicht so viele prominente Vertreter vorzuweisen hat wie seine Nachbarn, gibt es keinen Grund, die zeitgenössische norwegische Designszene stiefmütterlich zu behandeln. Dass norwegisches Design viel mehr ist als der Stressless-Sessel von Jens Ekornes, zeigt die junge Marke Northern. Produzierte das Label zunächst nur Designleuchten, so sind 2018 Möbel und Wohnaccessoires in die Kollektion aufgenommen wurde. Northern steht für norwegisches Design, das Tradition und Kreativität vereint. Die überwiegenden natürlichen Materialien stehen für die Nähe zur Natur, das Interesse am Umweltschutz, Nachhaltigkeit und soziales Engagement. So fertigt das Unternehmen in Kooperation mit der schwedischen Designerin Johanna Forsberg und einer schwedischen Entwicklungsagentur beispielsweise die Lampe „Heat“. Das soziale Projekt soll Asylbewerbern und Migranten die Möglichkeit zur Arbeit und Ausbildung geben.

Bereits die Studie „Wohnen in Deutschland“ vom Verband der Deutschen Möbelindustrie aus Oktober 2018 zeigte deutlich, dass skandinavische Einrichtungsgestände unter Deutschen besonders beliebt sind. So denkt knapp ein Fünftel der Deutschen bei schönen Möbeln unwillkürlich an Skandinavien. Eine Vorliebe, die wohl noch lange anhalten wird.

 

Produkte

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