17. Sep 2019

spoga+gafa 2019: Trends für Outdoor

Die diesjährige spoga+gafa präsentierte vom 1. bis zum 3. September Highlights für die kommende Outdoor-Saison. Im Fokus der weltweit größten Gartenmesse stand das Thema City Gardening. Zahlreiche Aussteller zeigten Neuheiten für das Gärtnern in der Stadt. Auch das umfangreiche Rahmenprogramm beschäftigte sich mit dem aktuellen Trend.

Mit dem Thema City Gardening spiegelte die spoga+gafa 2019 einen globalen Trend wider: Mehr und mehr Menschen zieht es weltweit in die Städte und dort wollen sie auf ihr eigenes Grün und Entspannung unter freiem Himmel nicht verzichten. Es blüht und gedeiht nicht nur in kleinen Gärten, sondern auch auf immer mehr Balkonen und Dachterrassen.

Design für Stadtgärtner

Dass das Gärtnern ohne Garten im Trend liegt, zeigt das stetige Umsatzplus der grünen Branche und die große Auswahl an neuen Produkten. Kompakte Pflanzbeete, Vertikale Pflanzwände oder Mini-Gewächshäuser verwandeln Balkone in kleine Nutzgärten. Neue Systeme für die Bewässerung sind speziell auf die Bedürfnisse von Stadtgärtnern abgestimmt. Selbst die Kompostbox gibt es heute in Miniaturvarianten.

Dem City Gardening hat die spoga+gafa gemeinsam mit dem IFH Köln eine eigene Marktforschungsstudie gewidmet und auf der Messe vorgestellt. Beleuchtet wird darin das Verbraucherverhalten der bislang wenig erforschten Zielgruppe der Stadtgärtner.

Besonders interessant für die Garten- und Möbelbranche ist dabei die Einteilung der Zielgruppe in vier verschiedene Typen. Am offensten für die Anschaffung neuer Gartenausstattung sind demnach statusorientierte Stadtgärtner und bewusste Selbstversorger.

Mehr Komfort und Funktionalität

Für City-Gärtner bot die internationale Gartenmesse ein breites Spektrum an Neuheiten. Neben Trendprodukten für die Bepflanzung von Balkonen und Terrassen wie Stapel-Hochbeete oder mobile Pflanzenroller wurden neueste Outdoormöbel für urbane Außenflächen vorgestellt.

Die Devise bei vielen aktuellen Modellen lautet Multifunktionalität, um den begrenzten Raum optimal ausnutzen zu können: Modulare Lounge-Gruppen lassen sich vom Essplatz zur Sitzlandschaft erweitern, während die klassische Gartenliege um ein praktisches Cockpit mit Universalhalterung für Smartphone und Tablet ergänzt wird.

Überhaupt spielt das Thema Komfort eine zunehmende Rolle bei der Möblierung des Außenraums – und das nicht nur für die wachsende Zielgruppe der Best Ager. Niedrige und bequeme Möbel wie der klassische Ohrensessel, Schaukelstühle oder Daybeds erleben eine Renaissance im Freien.

Sonnenschirme lassen sich mit ausgeklügelter Technik oder per sanftem Fuß-Kick bewegen. Dank neuer und besonders resistenter Stoffe können heute auch bestehende Modelle aufgepolstert und bequemer gestaltet werden.

Neuer Purismus für draußen

Andererseits gilt im Jubiläumsjahr des Bauhauses auch für Terrasse und Garten immer häufiger: Weniger ist mehr. Filigrane Formen und reduzierte Materialien sorgen für einen neuen Purismus im Outdoor-Design.

Klare Linien und schlanke Formen prägen eine neue Generation von Möbeln für den Außenbereich, die sich dezent zurücknehmen. Passend dazu feiert die Farbe Weiß ein überraschendes Comeback. Für Akzente sorgen leuchtende Farben bei Sitzflächen und Gestellen oder bunte Kissen.

Dem Trend des Weglassens folgen auch neue Kollektionen aus Naturholz, das aus zertifiziertem Anbau stammt. Ähnlich wie aktuelle Gartenmöbel aus recyceltem Kunststoff spiegeln sie die die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Produktion und verweisen zugleich auf die kommende spoga+gafa.

Vom 6. bis zum 8. September 2020 wird dann das Thema „Nachhaltige Gärten“ einen Schwerpunkt der internationalen Gartenmesse bilden.

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