Neue Entwicklungen

Smart Home verändert das Interior Design

Die schöne neue Welt des Smart Home lockt Technik-Freaks an, hat aber auch älteren Menschen, Kunstliebhabern und Großstadt-Nomaden einiges zu bieten. Wie sehr man sich dem Thema Smart Home öffnet ist letztlich jedem selbst überlassen.

08. Jan 2018

Das kann von einem Türschließsystem bis hin zum voll ausgestatteten Smart Home, vom E-Auto-Anschluss bis zur automatischen Bestellung von Milch durch den Kühlschrank reichen. Doch welche Auswirkungen hat das Smart Home auf unser Leben und auf die Einrichtung?

Es bewegt sich was zu Hause. Gerade in kleineren Stadtwohnungen ist kaum Platz für dringend benötigten Stauraum, sodass die Möbelindustrie Schränke mit ausgeklügeltem technischem Innenleben konstruiert. Die mechanischen Bewegungsabläufe von Klappbetten und -tischen, Oberschränken und Schrankecken werden dabei immer häufiger durch Motoren unterstützt und durch Apps gesteuert. Das eröffnet völlig neue Raumkonzepte – vor allem für Großstadt-Apartments oder umgenutzte Büroflächen, aber auch für Komfort-Wohnkonzepte einer älter werdenden Gesellschaft.

Auch bei Sofas – kleinen wie großen – rückt mit der Digitalisierung das Thema Ergonomie weiter in den Vordergrund: Hier kann die Armlehne geklappt und dort die Rückenlehne an den Grad der Müdigkeit angepasst werden, und der Lieblingssessel wird automatisch in die gemütlichste Position bewegt. Beim Hochfahren macht der Sessel den Ausstieg dann endgültig zum Kinderspiel.

Mitbewohner gesucht: Smarte Assistenten übernehmen die Steuerung

Die Entscheidung für ein Smart Home geht in Zukunft einher mit der Wahl eines neuen Mitbewohners: Sie heißen Alexa (Amazon), Siri (Apple), Cortana (Microsoft) oder neuerdings auch Bixby (Samsung) und ziehen per Sprachsystem ins Heim; die unsichtbaren Helfer werden künftig als Betriebssysteme für das Smart Home fungieren.

Die Assistenten sind lernbegierig. Sie sorgen nicht nur für einen reibungslosen Ablauf im Alltag der Hausbewohner, sondern wissen auch um ihre Vorlieben. Laut Prognosen werden diese bald so schlau sein, einfache Sprachbefehle selbstständig an Dienstleister weiterzuleiten. In digitaler Form kommt damit auch der in alle intimen Geheimnisse eingeweihte Butler wieder in Mode.

Lichtszenarien per App: für jeden Zweck das richtige Licht

Bewohner eines Smart Home erleben in Sachen Licht gerade den Beginn eines neuen Zeitalters: Nicht nur, dass mit der LED-Technologie der Stromverbrauch und die Langlebigkeit der Leuchtmittel optimiert werden – die neue Technologie eröffnet auch die Wahl verschiedener Lichtqualitäten. Die Auswahl der Kleiderfarbe vor dem Schrank erfordert ein anderes Licht als die Raum- oder Gesichtsbeleuchtung kurz vor dem Schlafengehen. Und per App können nun verschiedene Lichtszenarien angesprochen, kombiniert und programmiert werden. Gekoppelt mit Lichtsensoren und Funkschaltern wird auch der Bedienkomfort extrem erhöht. Mit dieser neuen Lichtqualität wird auch die allgemeine Wohnqualität verbessert, und es ergeben sich ganz neue Möglichkeiten im Interior Design.

Ästhetisch, kabellos und superflach

Das Design im Smart Home verändert sich und kann für die moderne Technik optimiert werden. Lose rumliegende Lautsprecherkabel gehören der Vergangenheit an – die Musik wird durch die Luft transportiert. Das Smart Phone wird einfach auf den Schreibtisch, ins Badezimmerregal oder auf den Tisch gelegt und über eine integrierte Ladestation ohne Kabelverbindung aufgeladen. Fernseher sind so flach wie Bilderrahmen, und per W-Lan holt man sich digitale Leihgaben aus den Museen der Welt ins Wohnzimmer. Die Lichtintensität wird dabei auf die Lichtverhältnisse im Zimmer angepasst, und das gewählte Foto oder Kunstwerk hat einen hohen Kontrastumfang.

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